Nach EM-Finale: Immobilienmakler verbreitet rassistischen Tweet und verliert seinen Job

London - Nach einem rassistischen Tweet über Englands Spieler hat ein Mitarbeiter des Immobiliendienstleisters Savills seinen Job verloren.

Wegen Rassismus wurde Immobilienmakler Andrew Bone (r.) vorläufig suspendiert. Links zu sehen: Bukayo Saka nach dem EM-Finalspiel.
Wegen Rassismus wurde Immobilienmakler Andrew Bone (r.) vorläufig suspendiert. Links zu sehen: Bukayo Saka nach dem EM-Finalspiel.  © Facundo Arrizabalaga/POOL EPA/AP/dpa, Screenshot LinkedIn

Mehrere Hooligans und Internet-Trolle nahmen Marcus Rashford, Bukayo Saka und Jadon Sancho mit rassistischen Parolen ins Visier, nachdem diese beim entscheidenden Elfmeter gegen Italien verschossen.

Für den Angestellten Andrew Bone zieht sein Verhalten im Netz nun Konsequenzen im Real Life nach sich.

Wie The Sun berichtet, wurde sein Arbeitsvertrag vom Immobiliendienstleister Savills umgehend gekündigt.

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Bone verbreitete auf Twitter das N-Wort und schrieb, die drei Fußballer hätten "das Spiel für uns ruiniert".

Bones Familie möchte sich nun gegen die Kündigung wehren. Sie behauptet, das Twitter-Konto von Andrew Bone sei gehackt worden und Unbekannte hätten den rassistischen Inhalt getwittert.

"Er ist kein Rassist. Er war letzte Nacht unter Schock, als er auf seinem Twitter-Account Bemerkungen bekam, dass er rassistisch sei", sagte Bones Vater. "Er hat die Polizei tatsächlich selbst kontaktiert."

"Savills verfolgt eine Null-Toleranz-Politik gegenüber jeglicher Form von Rassismus und Diskriminierung", bestätigte der Immobiliendienstleister. Man wolle nun die Untersuchung der Polizei abwarten.

Sollte tatsächlich bewiesen sein, dass Bones Konto gehackt wurde, könne der Mitarbeiter wieder in seinen Job zurückkehren, so ein Sprecher des Unternehmens.

Titelfoto: Facundo Arrizabalaga/POOL EPA/AP/dpa, Screenshot LinkedIn

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