Nach gefährlicher Fahrt in Demonstranten: Angeblicher KKK-Führer verurteilt

Richmond (USA) - Harry H. Rogers (36) ist im Juni mit seinem Pick-up in eine Gruppe Demonstranten gerast, die sich nach George Floyds Tod in Virginia versammelt hatten, um auf Polizeigewalt gegen Schwarze aufmerksam zu machen (TAG24 berichtete). Jetzt wurde der vermeintliche KKK-Führer verurteilt. 

Harry H. Rogers (36).
Harry H. Rogers (36).  © Screenshot/Twitter/BryanDawsonUSA

Auch die "Washington Post" berichtete über den Fall und verfolgte die Gerichtsverhandlung des mutmaßlichen Rassisten. 

Am Montag wurde er wegen mehrerer Verbrechen verurteilt. Darunter Körperverletzung und Fahrerflucht. 

Laut Ermittlungen konnten dem 36-Jährigen wohl Verbindungen zum berüchtigten Ku-Klux-Klan nachgewiesen werden.

Wegen eines Hassverbrechens wurde der Amerikaner trotzdem nicht schuldig gesprochen, was eine Strafverschärfung bedeutet hätte. 

Dennoch, die verhängte Strafe ist höher als die, die er für ein Verbrechen aus Hass bekommen hätte. 

Sechs Jahre Gefängnis erwarten Harry H. Rogers jetzt.

Damit erhalte er die Höchststrafe für seine jeweiligen Verbrechen, so Shannon Taylor, Staatsanwältin des Commonwealth von Henrico County: "Selbst ohne die Anerkennung der Strafverschärfung befand das Gericht das Verhalten des Angeklagten für so bedeutsam, dass es immer noch die Höchststrafe verhängte".

Harry H. Rogers Anwalt George Townsend äußerte sich nicht weiter zu der Verurteilung. Er vermutet allerdings, dass sein Mandant gegen das Urteil in Berufung gehen wird. 

Glücklicherweise wurde bei dem Vorfall im Juni niemand schwer verletzt.

Titelfoto: Screenshot/Twitter/BryanDawsonUSA

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