Nach mutmaßlich gezielten Morden an Asiaten: Boyband BTS stellt sich gegen "Asiaten-Hass"

Berlin - Die erfolgreiche südkoreanische Boyband BTS hat sich offen gegen Rassismus gegenüber asiatischstämmigen Menschen ausgesprochen.

Appell gegen Rassismus: Die erfolgreiche südkoreanische Boyband BTS, hier bei der Auszeichnung für die beliebteste Pop/Rock- Gruppe bei den American Music Awards.
Appell gegen Rassismus: Die erfolgreiche südkoreanische Boyband BTS, hier bei der Auszeichnung für die beliebteste Pop/Rock- Gruppe bei den American Music Awards.  © Uncredited/ABC via AP/dpa

"Was gerade geschieht, ist nicht von unserer Identität als Asiaten zu trennen", schreibt die Band in einem Beitrag auf Twitter, den sie in Koreanisch und Englisch veröffentlichte.

Damit beziehen sie sich offensichtlich auf den Vorfall in und um Atlanta im US-Bundesstaat Georgia, bei dem in drei Massage-Salons acht Menschen erschossen wurden.

Die Todesopfer waren überwiegend asiatischstämmig.

"Nicht meine Schuld, dass du schwarz bist": Rassistischer Vorfall an Uni schockiert die USA
Rassismus "Nicht meine Schuld, dass du schwarz bist": Rassistischer Vorfall an Uni schockiert die USA

Die Band berichtet auch von ihren eigenen Rassismus-Erfahrungen: "Wir erinnern uns an Momente, in denen wir als Asiaten diskriminiert wurden. Wir haben Schimpfwörter ohne Grund ertragen und wurden für unser Aussehen verspottet. Wir wurden sogar gefragt, warum Asiaten auf Englisch sprechen."

Ihre Erfahrungen seien aber unbedeutend im Vergleich zu den Ereignissen der letzten Wochen.

"Du, ich und wir alle haben das Recht, respektiert zu werden"

"Du, ich und wir alle haben das Recht, respektiert zu werden", schlossen sie ihren Appell unter dem Hashtag #StopAsianHate.

BTS ist eine der erfolgreichsten Bands des Genre K-Pop, in dem meist auf Koreanisch gesungen wird. Zuletzt brachten sie auch teilweise englischsprachige Songs heraus. Damit erhalten sie auch weltweit zunehmend mehr Aufmerksamkeit.

Ende 2020 schafften sie es auf Platz 1 der US-Charts.

Titelfoto: Uncredited/ABC via AP/dpa

Mehr zum Thema Rassismus: