Rassismus-Debatte um "Jim Knopf" ist für Ministerin "total skurril"

Stuttgart - Trotz vielleicht umstrittener Passagen hält die baden-württembergische Kultusministerin Susanne Eisenmann (55, CDU) überhaupt nichts davon, Kindergeschichten wie "Jim Knopf" rückwirkend umzuschreiben.

Baden-Württembergs Kultusministerin Susanne Eisenmann (55, CDU).
Baden-Württembergs Kultusministerin Susanne Eisenmann (55, CDU).  © Fotomontage: Sebastian Gollnow/dpa, Anatolii Slobodian/123RF

"Das sind Diskussionen, die für mich total skurril sind", sagt Eisenmann der Deutschen Presse-Agentur. Man könne nicht im Nachhinein Dinge korrigieren, die vor 100 oder 200 Jahren entstanden seien und aus der heutigen Sicht nicht dem Zeitgeist entsprächen.

"Das sind schöne Geschichten, bei denen sich die Autoren - aus ihrer Zeit herauskommend - über gewisse Aspekte vielleicht gar keine Gedanken gemacht haben", sagt sie. 

Natürlich müssten bestimmte Geschichten eingeordnet werden. Aber das würden Erzieherinnen und Erzieher, Lehrkräfte oder die Eltern auch tun.

In diesem Jahr wird die berühmte Abenteuergeschichte "Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer" 60 Jahre alt. 

Das Buch von Michael Ende hat Millionen Kindern Freude bereitet - Kritiker bemängeln aber die mitunter stereotype Darstellung des kleinen afrikanischen Jungen Jim. 

Eine Frau hält in Stuttgart eine alte (vorn) und eine neue Ausgabe des Kinderbuchs "Jim Knopf und die wilde 13" des Autors Michael Ende in den Händen.
Eine Frau hält in Stuttgart eine alte (vorn) und eine neue Ausgabe des Kinderbuchs "Jim Knopf und die wilde 13" des Autors Michael Ende in den Händen.  © picture alliance / dpa

So wird Jim in einer Passage auch als "Neger" bezeichnet.

Titelfoto: picture alliance / dpa

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