Vater bricht das Herz, als er sieht, was sein kleiner Sohn (5) im Bad versucht

Cambridgeshire (England) - Das Thema Rassismus bewegt die Welt derzeit wieder besonders intensiv. Jetzt berichtet ein Brite aus dem englischen Cambridgeshire, was für eine herzergreifende Szene er mitansehen musste. 

Rassismus trifft oft schon die Kleinsten (Symbolbild).
Rassismus trifft oft schon die Kleinsten (Symbolbild).  © 123RF/Wavebreak Media Ltd

Der Vater eines fünfjährigen Sohnes kam vergangenes Jahr ins Badezimmer und sah, wie sich der Kleine geradezu brutal unter der Dusche mit einem Handtuch abschrubbte.

Gegenüber dem Blatt "CambridgeshireLive" berichtete Isaac (Name geändert) am Donnerstag, was genau vorgefallen war: "Meine Frau und ich fragten, was er tat und seine Antwort regt mich heute noch auf. Er sagte: 'Ein Mädchen in meiner Klasse hat mich wegen meiner Hautfarbe nicht zu ihrer Geburtstagsfeier eingeladen.' Er versuchte, seine schwarze Haut abzuschrubben."

Die Eltern sagten ihrem Kind sofort, dass es unwichtig sei, welche Hautfarbe es habe. Sie wollten dem Fünfjährigen so schnell wie möglich vermitteln, dass er geliebt werde. 

Isaac äußerte eine Vermutung, die den Rassismus der Klassenkameradin noch schlimmer für seinen Sohn gemacht haben könnte: "Es wird noch andere Partys geben, aber ich hatte das Gefühl, dass er dieses Mädchen besonders mochte."

Rassismus wird dem kleinen Jungen wohl immer wieder begegnen

Isaac sah sich vor allen Dingen auch viel früher als erhofft damit konfrontiert, seinen Sohn über Rassismus aufzuklären: "Ich dachte als Vater, ich würde ihn davor beschützen können, bis der richtige Zeitpunkt gekommen ist, mich hinzusetzen und es ihm zu erklären. Jemand hat mir diese Gelegenheit genommen. Ich war verärgert... In meiner wundervollen Welt, die ich für ihn erträumt hatte, hätte er sich in seinem Alter nicht damit befassen müssen."

Der Engländer sagte, er habe beschlossen, den Namen des Mädchens auszublenden und stattdessen versucht, seinen Sohn zu stärken, damit weitere Vorfälle sein Vertrauen nicht beeinträchtigen.

Isaac ergänzte: "Für mich ist das Mädchen irrelevant. Es ist entscheidend, wie mein Sohn damit umgeht, sein emotionales und körperliches Wohlergehen."

So lange sich nicht grundlegend etwas ändert, wird der kleine Junge jedoch wohl immer wieder mit Rassismus konfrontiert werden. 

Titelfoto: 123RF/Wavebreak Media Ltd

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