Rassismus-Vorwürfe gegen Düsseldorfer Schauspielhaus!

Düsseldorf - Nach Rassismus-Vorwürfen gegen das Düsseldorfer Schauspielhaus haben die nordrhein-westfälische Landesregierung und die Landeshauptstadt eine konsequente Aufarbeitung der Vorfälle gefordert.

Nach Rassismus-Vorwürfen gegen das Düsseldorfer Schauspielhaus haben die NRW-Landesregierung und die Landeshauptstadt eine konsequente Aufarbeitung der Vorfälle gefordert. (Archivbild)
Nach Rassismus-Vorwürfen gegen das Düsseldorfer Schauspielhaus haben die NRW-Landesregierung und die Landeshauptstadt eine konsequente Aufarbeitung der Vorfälle gefordert. (Archivbild)  © Martin Gerten/dpa

"Dass ein Schauspieler am Schauspielhaus rassistisch behandelt und diskriminiert wird, ist nicht tolerierbar", erklärten NRW-Kulturministerin Isabel Pfeiffer-Poensgen (66, parteilos) und der Düsseldorfer Oberbürgermeister Stephan Keller (50, CDU) am Montag in einer gemeinsamen Mitteilung.

"Es ist notwendig, dass das Schauspielhaus die Vorfälle konsequent aufarbeitet, entsprechende Konsequenzen zieht und Maßnahmen ergreift, dass sich dies nicht wiederholen kann." Die Bühne wird vom Land und der Stadt getragen.

Der Schauspieler Ron Iyamu (28), der seit 2019 Ensemblemitglied ist, hatte die Vorwürfe im WDR öffentlich gemacht. Auf Instagram schrieb er später, dass er seit zweieinhalb Jahren im Schauspielhaus immer wieder Rassismus erlebe.

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"Rassistische und sexistische Strukturen" seien am Schauspielhaus ein Dauerzustand. "Immer wieder wurden mir Versprechungen gemacht wie 'Wir reden darüber in der Produktion' und 'Ich rede darüber mit den Regisseuren', aber bis heute ist nichts passiert."

Daher habe er sich entschieden, an die Öffentlichkeit zu gehen.

Bei Instagram erhob Schauspieler Ron Iyamu Rassismus-Vorwürfe gegen das Düsseldorfer Schauspielhaus

Schauspielhaus entschuldigte sich öffentlich bei Iyamu

"Es geht mir dabei nicht darum einen Shitstorm heraufzubeschwören. Es geht mir darum, dem Düsseldorfer Schauspielhaus zu zeigen, dass Rassismus keine Empfindlichkeit ist, die so hingenommen werden kann", erklärte der Künstler. Er wolle das Gespräch in die Öffentlichkeit ziehen, "da ich mich hinter den Fassaden des Schauspielhauses allein gelassen und machtlos fühle".

Das Schauspielhaus entschuldigte sich in einer öffentlichen Stellungnahme bei Iyamu. "Wir bedauern sehr, dass wir den Vorfällen nicht konsequenter begegnet sind. Das war ein Fehler." Das Haus habe die persönliche Betroffenheit Iyamus, das Ausmaß der Verletzungen und vor allen Dingen die Aufarbeitung falsch eingeschätzt.

"Wir bitten um Entschuldigung für die entstandenen Verletzungen und hoffen auf die Fortführung der persönlichen Gespräche."

Titelfoto: Martin Gerten/dpa

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