Ungelöster Mordfall von Neukölln: Gedenkstätte für erschossenen Burak Bektas (†22) mit Hakenkreuz beschmiert

Von Jasper Riemann

Berlin - Die Gedenkstätte für den 2012 getöteten Burak Bektas in Berlin-Neukölln ist erneut beschädigt worden.

Blick auf das Grab des 22-jährigen Burak Bektas. Er wurde in der Nacht vom 4. zum 5. April 2012 in Berlin-Neukölln erschossen. (Archivbild)
Blick auf das Grab des 22-jährigen Burak Bektas. Er wurde in der Nacht vom 4. zum 5. April 2012 in Berlin-Neukölln erschossen. (Archivbild)  © Jörg Carstensen/dpa

Unbekannte schmierten ein Hakenkreuz und die Buchstaben "AFD" in schwarzer Farbe auf die Stufe am Fuß der Skulptur, wie ein Polizeisprecher am Dienstag mitteilte. Der Polizeiliche Staatsschutz ermittele.

Es ist nicht das erste Mal, dass die Gedenkstätte beschädigt wurde. Im Januar dieses Jahres war die fast zwei Meter hohe Bronze-Skulptur mit weißer Farbe übergossen worden.

Im April 2018 war sie zudem rund eine Woche nach ihrer Aufstellung mit einer Chemikalie angegriffen worden.

In der Nacht zum 5. April 2012 hatte ein Unbekannter den damals 22-jährige Burak Bektas auf der Straße in Neukölln erschossen. Seine Familie, ihr Anwalt und eine Bürgerinitiative werfen der Polizei seit langem vor, zu wenig in Richtung Rechtsextremismus ermittelt zu haben.

Titelfoto: Jörg Carstensen/dpa

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