Großrazzia im Rockermilieu: Drogen, Handgranate und Waffen gefunden, sieben Festnahmen

Aschaffenburg - Bei einer Razzia in der Rockerszene am Untermain haben Einsatzkräfte sieben Verdächtige festgenommen.

Bei der Razzia stellten die Polizisten eine scharfe Schusswaffe, Schreckschusspistolen, Schlagringe, Hieb- und Stichwaffen, Drogen und mehrere tausend Euro Bargeld sicher.
Bei der Razzia stellten die Polizisten eine scharfe Schusswaffe, Schreckschusspistolen, Schlagringe, Hieb- und Stichwaffen, Drogen und mehrere tausend Euro Bargeld sicher.  © Montage: dpa/Boris Rössler, Polizei Aschaffenburg

Zwei Männer kamen in Untersuchungshaft, wie Polizei und Staatsanwaltschaft am Dienstag mitteilten. Der Haftbefehl gegen eine Frau wurde unter Auflagen außer Vollzug gesetzt.

Bei der Durchsuchung von zwölf Objekten in Bayern und Baden-Württemberg fanden die Ermittler Rauschgift, Drogenersatzstoffe sowie mehrere tausend Euro mutmaßliches Drogengeld.

Zudem wurden eine scharfe Handgranate, Schreckschusspistolen, Munition, Schlagringe, andere Hieb- und Stichwaffen und Baseballschläger beschlagnahmt.

Die Polizei ermittelt den Angaben nach seit Mitte des vergangenen Jahres gegen Angehörige der Rockerszene.

Dabei geht es um den Verdacht des bewaffneten Handels mit Amphetamin und Kokain. Die sieben Verdächtigen sind zwischen 40 und 70 Jahren alt.

Anklage gegen mutmaßlichen Schutzgeld-Erpresser bereits erhoben

Nach einer vorangegangenen Durchsuchung in Miltenberg entschieden sich die Ermittler zu der länderübergreifenden Razzia am 12. Mai. Dabei wurden unter anderem zwei Rockerclubhäuser durchforstet.

Im November 2020 war ein damals 30-Jähriger aus dem Rockermilieu am Bahnhof in Aschaffenburg von Spezialeinheiten nach einer Geldübergabe geschnappt worden. Er soll mit zwei Komplizen Geld von einem Handwerker erpresst haben.

Die Staatsanwaltschaft Aschaffenburg hat bereits Anklage gegen die mutmaßlichen Schutzgeld-Erpresser erhoben.

Titelfoto: Montage: dpa/Boris Rössler, Polizei Aschaffenburg

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