Betrug mit Corona-Hilfen: Razzia in Berliner Moschee und Verein

Berlin - Wegen Betrugs im Zusammenhang mit Corona-Soforthilfen hat die Berliner Polizei am Donnerstag im Auftrag der Staatsanwaltschaft gleich mehrere Durchsuchungen durchgeführt.

Die Berliner Polizei durchsuchte am Donnerstag die Räumlichkeiten zweier Vereine - es geht um Betrug mit Corona-Hilfen in Höhe von 47.000 Euro. (Symbolfoto)
Die Berliner Polizei durchsuchte am Donnerstag die Räumlichkeiten zweier Vereine - es geht um Betrug mit Corona-Hilfen in Höhe von 47.000 Euro. (Symbolfoto)  © Christophe Gateau/dpa

Wie die Polizei mitteilte, lagen Beschlüsse für fünf Objekte in den Bezirken Reinickendorf, Wedding, Gesundbrunnen, Spandau und Kreuzberg vor. Auch ein Arrestbeschluss sollte vollstreckt werden.

Die Räumlichkeiten sollen zu einem Moscheeverein und einen Verein für kulturelle Interaktion gehören. Die betroffenen Vereine könnten nach Polizeiangaben insgesamt 47.000 Euro ergaunert haben.

Im Mittelpunkt der Untersuchung stehen demnach drei Tatverdächtige, die teilweise im eigenen Namen und zum Teil im Zusammenhang mit Vereinstätigkeiten die unberechtigten Zahlungen erhalten haben.

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In einem Fall sollen die Gelder noch am gleichen Tag vom Vereinskonto auf das Privatkonto eines Beschuldigten überwiesen worden sein.

Auch eine Kontaktaufnahme seitens der Investitionsbank und eine öffentliche Berichterstattung über die Problematik hätten laut Polizei bis Mittwoch nicht zu einer Rückzahlung geführt.

In einem anderen Fall soll das Gewerbe, das die Soforthilfe beantragt hat, schon seit Monaten abgemeldet worden sein.

Titelfoto: Christophe Gateau/dpa

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