Bundesweite Razzien: Auch Wohnungen in Leipzig gefilzt

Leipzig - Bei Razzien der Bundespolizei in sieben Bundesländern sind auch Wohnungen in Leipzig durchsucht worden.

Ein Bundespolizist geht bei einer Razzia in ein Haus in Leipzig-Grünau.
Ein Bundespolizist geht bei einer Razzia in ein Haus in Leipzig-Grünau.  © Peter Endig/dpa-Zentralbild/dpa

Die Einsätze hatten am Mittwochmorgen stattgefunden.

Bei den bundesweiten Razzien sei es um Schleuserkriminalität, Scheinehen und Onlinebetrug gegangen, ein Zusammenhang zwischen den Ermittlungen gebe es nicht. 

Die Durchsuchungen seien aufgrund der Corona-Krise zunächst nicht durchgeführt und jetzt gesammelt nachgeholt worden.

Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur wurden im Zusammenhang mit dem Verkauf falscher Heiratsurkunden aus Zypern zwei Wohnungen in Leipzig durchsucht. Die Tatverdächtigen in diesem Ermittlungsverfahren - drei Pakistaner, fünf Inder und zwei Deutsche - sollen die Dokumente an Menschen aus Pakistan und Indien verkauft haben.

Zudem nahm die Bundespolizei Ausländer in den Fokus, die sich über eine Schleuserbande gefälschte Ausweise beschafft haben sollen. Die Ausweise sollen als Warensendungen über den Flughafen Halle/Leipzig verschickt worden sein.

Ein Verdächtiger vor dem Wohnhaus in Grünau.
Ein Verdächtiger vor dem Wohnhaus in Grünau.  © Peter Endig/dpa-Zentralbild/dpa
Bundespolizisten tragen in einer Kiste gesicherte Unterlagen aus einem Haus.
Bundespolizisten tragen in einer Kiste gesicherte Unterlagen aus einem Haus.  © Peter Endig/dpa-Zentralbild/dpa

Wer hinter dem Fahrkartenbetrug steckt, auf den die Bundespolizei außerdem aufmerksam geworden war, ist noch unklar. Nach Erkenntnissen der Polizei hatten mehrere Vielfahrer über ein Chatprogramm Bahn-Tickets bestellt, die dann von einer Gruppe von Online-Betrügern mit gestohlenen Kreditkarten-Daten gekauft wurden.

Auf die Spur der Betrüger kamen die Beamten dem Vernehmen nach über vier ausländische Vielfahrer, deren Wohnungen in Grimma, Rosenheim, Nürnberg und München durchsucht wurden.

Titelfoto: Peter Endig/dpa-Zentralbild/dpa

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