Drogen-Razzia: Polizei verschafft sich mit Sprengstoff Zutritt, sieben Festnahmen

Mönchengladbach – Spezialkräfte der Polizei haben wegen des Verdachts des Drogenhandels mehrere Wohnungen und Geschäftsobjekte in Nordrhein-Westfalen durchsucht und dabei vier Männer festgenommen.

Polizisten sichern eine Straße während einer Hausdurchsuchung in Mönchengladbach.
Polizisten sichern eine Straße während einer Hausdurchsuchung in Mönchengladbach.  © Sascha Rixkens/dpa

Hintergrund des Großeinsatzes seien Ermittlungen "gegen eine Tätergruppierung, die verdächtig ist, Betäubungsmittel anzubauen beziehungsweise herzustellen und einen schwunghaften Drogenhandel zu betreiben", teilte die Polizei mit.

Insgesamt 18 Wohn- und Geschäftsobjekte in Mönchengladbach und Leverkusen sowie in den Kreisen Viersen, Kleve, Oberbergischer Kreis und Neuwied seien am Donnerstagmorgen zeitgleich durchsucht worden.

In Mönchengladbach wurde laut Polizei ein 34 Jahre alter Mann festgenommen, in Leverkusen nahmen die Einsatzkräfte drei Männer im Alter von 34, 37 und 41 Jahren fest. Alle vier sollen laut Mitteilung zeitnah einem Haftrichter vorgeführt werden.

Zum Teil habe sich die Polizei mit Sprengmitteln gewaltsam Zutritt zu den Wohnungen verschafft, hieß es. Bei dem Zugriff in Leverkusen sei ein Mann leicht verletzt worden.

Es gehe bei dem Einsatz um "die Auffindung von Beweismitteln, die Einziehung von Tatmitteln und die Einziehung von Gewinnen aus dem Drogenhandel", teilte die Polizei weiter mit. Neben den Kräften der Spezialeinheiten und der Bereitschaftspolizei waren demnach auch Kriminalbeamte und Finanzermittler im Einsatz.

Update, 13.12 Uhr: Drei weitere Verdächtige festgenommen

Spezialkräfte der Polizei haben wegen des Verdachts des Drogenhandels mehrere Wohnungen und Geschäftsobjekte in NRW durchsucht und dabei sieben Männer festgenommen.
Spezialkräfte der Polizei haben wegen des Verdachts des Drogenhandels mehrere Wohnungen und Geschäftsobjekte in NRW durchsucht und dabei sieben Männer festgenommen.  © Federico Gambarini/dpa

Die die Polizei am Donnerstagmittag mitteilte, wurden bei der Razzia zwei große Cannabisplantagen ausgehoben und insgesamt sieben Verdächtige festgenommen. An dem Großeinsatz waren am Donnerstag Spezialkräfte und insgesamt mehrere Hundert Beamte beteiligt.

In Mönchengladbach stießen die Ermittler auf eine Cannabisplantage mit mehr als 2000 Pflanzen. Im Oberbergischen Kreis wurde eine Plantage mit mehr als 1000 Cannabispflanzen entdeckt.

Insgesamt 18 Wohnungen und Geschäfte in Mönchengladbach, Leverkusen sowie in den Kreisen Viersen, Kleve, Oberbergischer Kreis und Neuwied in Rheinland-Pfalz seien am Donnerstagmorgen zeitgleich durchsucht worden.

Verdächtige im Alter von 20, 22 und 34 Jahren wurden in Mönchengladbach festgenommen, in Leverkusen waren es drei Männer im Alter von 34, 37 und 41 Jahren. Auf der Autobahn 57 bei Moers ging den Fahndern dann noch ein 23-Jähriger aus Mönchengladbach ins Netz.

Keiner der Festgenommenen habe sich zu den Vorwürfen geäußert. Sie sollen an diesem Freitag einem Haftrichter vorgeführt werden.

Update, 16.47 Uhr: NRW-Innenminister Reul zufrieden

"Das ist eine sehr erfolgreiche Woche für uns im Kampf gegen die Drogenkriminalität", sagte NRW-Innenminister Herbert Reul (68, CDU). "Wir reden hier nicht von Amateur-Botanikern mit einer Zimmerpflanze, sondern von professionell organisierten Kriminellen, die mit modernster Technik und ohne Skrupel Millionen-Umsätze machen wollen. Und: Das Zeug ist reines Gift. Die Drogen haben extrem hohe Wirkstoffgehalte, das ist lebensgefährlich."

Zum Teil wurden Wohnungen aufgesprengt, berichtete die Polizei weiter. Dabei wurde in Leverkusen ein Mann leicht verletzt. Neben den Spezialeinheiten und der Bereitschaftspolizei waren auch Kriminalbeamte und Finanzermittler im Einsatz.

Ob es in dem Fall Bezüge etwa zu einschlägigen Rockergruppen gibt, wollten die Ermittler nicht mitteilen.

Titelfoto: Federico Gambarini/dpa

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