Großrazzia gegen Drogen- und Waffenhandel: Durchsuchungen von 47 Objekten in NRW

Aktualisiert, 17. November, 14.25 Uhr

Duisburg - Bei einer Großrazzia ist der Polizei in Nordrhein-Westfalen erneut ein Schlag gegen den organisierten Drogen- und Waffenhandel gelungen.

Am Mittwochmorgen hat die Polizei in NRW bei einer Großrazzia mehrere Objekte durchsucht.
Am Mittwochmorgen hat die Polizei in NRW bei einer Großrazzia mehrere Objekte durchsucht.  © Justin Brosch/dpa

Insgesamt 47 Objekte in mehreren Städten - darunter Wohnungen, Betriebe und Lagerhallen - sind durchsucht worden, teilte die federführende Polizei in Duisburg am Mittwoch mit.

"Der heutige Einsatz ist der krönende Abschluss aufwendiger und verdeckter Ermittlungen gegen die Organisierte Kriminalität", sagte NRW-Innenminister Herbert Reul (69, CDU) der Deutschen Presse-Agentur.

Laut Reul hat die Polizei sechs Männer verhaftet und zwei weitere Verdächtige vorläufig festgenommen. "Alle haben die türkische Staatsangehörigkeit. Die Tätergruppe war extrem umtriebig im Waffen- und im Drogenhandel", sagte der Innenminister.

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Schon im Oktober und Anfang November hätten die Sicherheitskräfte "zwei Cannabis-Plantagen auffliegen lassen, die wir den Festgenommenen zurechnen", erläuterte Reul. Das gefundene Amphetamin-Öl reiche zur Herstellung von rund 25 Kilogramm Amphetamin.

Neben Drogen hätten die Ermittler "fast 200.000 Euro Bargeld sichergestellt und eine weitere hochprofessionelle Cannabis-Plantage im Aufbau vorgefunden".

Scherben liegen vor einem Gebäude in Duisburg, nachdem Einsatzkräfte der Polizei bei einer Razzia die Tür aufgesprengt haben.
Scherben liegen vor einem Gebäude in Duisburg, nachdem Einsatzkräfte der Polizei bei einer Razzia die Tür aufgesprengt haben.  © Justin Brosch/dpa

Ermittler sprengten Eingangstür eines Duisburger Gebäudes

Die Durchsuchungen liefen unter anderem in Wuppertal, Duisburg, Herne, Hamm, Dinslaken, Gladbeck, Essen, Langenfeld, Ratingen und Kamp-Lintfort.

Die Ermittler der Kriminalpolizei wurden dabei von mehreren hundert Einsatzkräften unterstützt, wie zum Beispiel Spezialeinheiten, Einsatzhundertschaften und Diensthundführern.

An einem Haus in Duisburg sprengten Spezialkräfte schon in den frühen Morgenstunden die Eingangstür auf und durchsuchten das Gebäude.

Titelfoto: Justin Brosch/dpa

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