Nach Mega-Razzia gegen Kinderpornografie: Beschuldigte lassen sich zu Tatvorwürfen ein

Köln – Bei der bundesweiten Razzia gegen Kinderpornografie hat die Polizei Unmengen an möglichem Beweismaterial sichergestellt.

Polizei und Staatsanwaltschaft sind am Dienstag mit einer bundesweiten Razzia gegen 66 Verdächtige vorgegangen.
Polizei und Staatsanwaltschaft sind am Dienstag mit einer bundesweiten Razzia gegen 66 Verdächtige vorgegangen.  © Alex Talash/dpa

2900 Datenträger mit einem Speichervolumen von 40 Terabyte – darunter auch mehr als 170 Mobiltelefone – wurden bei den Durchsuchungen beschlagnahmt, wie Polizei und Staatsanwaltschaft am Mittwoch in Köln mitteilten.

Die Polizei hatte am Dienstag mit mehr als Tausend Beamten 75 Objekte in zehn Bundesländern durchsucht. Die Aktion richtete sich gegen 66 Tatverdächtige, die kinderpornografische Inhalte besessen und verbreitet haben sollen.

An zahlreichen Wohnungen waren auch Spezialeinheiten im Einsatz. Acht Diensthunde spürten versteckte Datenspeicher auf. "Einige der Beschuldigten lassen sich zu den Tatvorwürfen ein", teilte die Polizei in Köln mit.

Die meisten Durchsuchungen gab es mit 21 Objekten in Nordrhein-Westfalen. In Bayern kam die Polizei zu 15 Wohnanschriften, in Niedersachsen waren es 13, in Baden-Württemberg 8, in Rheinland-Pfalz 7, in Hessen 5, in Sachsen 3. In Schleswig-Holstein, Brandenburg und Berlin wurde jeweils ein Objekt durchsucht.

Es war bereits der zweite bundesweite Großeinsatz der Ermittlungsgruppe "Berg" der Kölner Polizei. Die Verfahren ergaben sich aus den seit 15 Monaten dauernden Ermittlungen rund um den Kindesmissbrauchskomplex Bergisch Gladbach.

Die Polizei war bundesweit im Einsatz gegen Beschuldigte, die kinderpornografische Inhalte besessen und verbreitet haben sollen.
Die Polizei war bundesweit im Einsatz gegen Beschuldigte, die kinderpornografische Inhalte besessen und verbreitet haben sollen.  © Alex Talash/dpa

Im Haus eines Mannes aus Bergisch Gladbach waren Unmengen kinderpornografischer Daten gefunden und Hunderte weitere Verdächtige ermittelt worden. Im vergangenen September wurden in zwölf Bundesländern 60 Anschriften von rund 50 Beschuldigten von rund 1000 Einsatzkräften durchsucht.

Titelfoto: Alex Talash/dpa

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