Mega-Razzia bei "Hells Angels": Polizei stürmt Gebäude, Panzerwagen im Einsatz

Duisburg - Bei einer Razzia gegen Rockerkriminalität hat die Polizei am Donnerstagmorgen in mehreren Städten an Rhein und Ruhr mindestens 20 Gebäude durchsucht.

Spezialeinheiten durchsuchten am Donnerstagmorgen 20 Gebäude in Nordrhein-Westfalen.
Spezialeinheiten durchsuchten am Donnerstagmorgen 20 Gebäude in Nordrhein-Westfalen.  © ---/dpa

Im Fokus der Aktion stünden mehrere Verdächtige, die der Rockergruppierung der "Hells Angels" zuzurechnen seien, heißt es in einer gemeinsamen Pressemitteilung der Polizei und den Staatsanwaltschaften Duisburg und Mönchengladbach.

Einige stehen demnach im Verdacht, an versuchtem Mord in zwei Fällen im Jahr 2013 und an einem Mord im Jahr 2014 beteiligt gewesen zu sein.

Spaziergänger fanden im Februar 2014 einen abgetrennten und tätowierten Arm im Rhein. Er sollte, wie später herauskam, einem 32-jährigem Rocker gehören, welcher wohl getötet und danach zerstückelt worden war.

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Die Ermittlungen im Fall des getöteten "Hells Angels" dauerten insgesamt sieben Jahre. Pikant: Wie die Bild schreibt, wurde der 32-Jährige wohl von seinen eigenen Leuten getötet, weil sie dachten, er sei ein V-Mann.

Durchsuchungen auch im Duisburger Rotlichtviertel, Panzerwagen in Mönchengladbach im Einsatz

Mit einem Panzerwagen schritten die Beamten zur Tat. (Symbolbild)
Mit einem Panzerwagen schritten die Beamten zur Tat. (Symbolbild)  © Tomas Moll/dpa-Zentralbild/dpa

Kräfte der Spezialeinheiten und der Bereitschaftspolizeihundertschaft kamen unter anderem in Duisburg, Mönchengladbach, Leverkusen und Mülheim an der Ruhr zum Einsatz.

Mehrere SEK-Polizisten sollen sich einer Polizeisprecherin zufolge mit einem gepanzerten Fahrzeug Zugriff zu einem mutmaßlichen Vereinsheim der Rockergruppe in Mönchengladbach verschafft haben.

Der "Survivor" soll gegen 6 Uhr vor das Clubhouse in Mönchengladbach gerollt sein, Fenster durchbrochen haben. Währenddessen stürmten die Spezialeinheiten in Summe 20 Gebäude.

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Außerdem war die Polizei am Morgen im Duisburger Rotlichtviertel im Einsatz.

Titelfoto: ---/dpa

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