Razzia bei Spezialeinheiten! Polizei-Dienststellen und Wohnung durchsucht

München - Nach dem Skandal um verloren gegangene Waffenmunition bei Schießübungen wurden am Mittwoch mehrere Dienststellen der Bayerischen Spezialeinheiten sowie eine Wohnung durchsucht.

Bei Spezialkräften der Polizei in Bayern haben das LKA und die ZET Razzien in Dienststellen und einer Wohnung durchgeführt. (Symbolbild)
Bei Spezialkräften der Polizei in Bayern haben das LKA und die ZET Razzien in Dienststellen und einer Wohnung durchgeführt. (Symbolbild)  © Franz-Peter Tschauner dpa/lnw

Die Razzia wurde durchgeführt durch die Bayerische Zentralstelle zur Bekämpfung von Extremismus und Terrorismus (ZET) bei der Generalstaatsanwaltschaft München und dem Bayerischen Landeskriminalamt.

Dabei lag das Hauptaugenmerk auf zwei Dienststellen in Nürnberg und Augsburg. Außerdem wurde auch in einer Wohnung nach Hinweisen gesucht.

"Die Ermittlungen richten sich gegenwärtig gegen zwei namentlich bekannte Polizeibeamte, die Angehörige der Spezialeinheiten sind. Sie stehen im Verdacht, während des Aufenthalts zu Schießtrainingseinheiten auf einem Schießplatz in Mecklenburg-Vorpommern mitgebrachte Munition unterschlagen zu haben", heißt es in einer Pressemeldung der Generalstaatsanwaltschaft München und des Bayerischen Landeskriminalamts.

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Auf TAG24-Nachfrage betonte ein Pressesprecher des LKA ausdrücklich, dass diese Durchsuchungen in keinster Weise angekündigt waren: "Da würde ermittlungstechnisch einiges schieflaufen, wenn man so etwas vorher anmeldet."

Derzeit sollen keine Anhaltspunkte vorliegen, dass bei den Beschuldigten ein rechtsextremistischer Hintergrund erkennbar wäre.

Man wolle unter anderem rausfinden, ob weitere bayerische Beamte in vergleichbarer Weise Munition unterschlagen haben könnten.

Titelfoto: Franz-Peter Tschauner dpa/lnw

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