Razzia gegen Reichsbürger bei Dresden: Seniorin bedrohte Ermittler mit Luftgewehr

Berlin/Dresden - Keine harmlosen Spinner! Vergangene Woche ließ Bundesinnenminister Horst Seehofer (70, CSU) die Reichsbürger-Gruppierung "Geeinte deutsche Völker und Stämme" verbieten. Bei den Durchsuchungen in zehn Bundesländern tauchten Waffen auf. Auch in Sachsen kam es zu bedrohlichen Situationen.

Bei Heike W. (59) fanden die Ermittler einen Dokumentendrucker.
Bei Heike W. (59) fanden die Ermittler einen Dokumentendrucker.  © Screenshot/YouTube

Für die Behörden war die Gruppierung um Heike W. (59) meist nur ein Nervfaktor: Unzählige Pamphlete verschickte die Gruppierung, für die eigenen Mitglieder stellte sie Fantasie-Dokumente aus. 

Den Drucker dafür fanden die Ermittler vergangene Woche bei Heike W. in Berlin und beschlagnahmten diesen. 

Weitaus beunruhigender war, was sich bei einer Anhängerin in Gummersbach (Oberbergischer Kreis) fand: drei abgesägte Schrotflinten, drei Armbrüste, zwei Macheten und eine Zwille. 

In Rheinland-Pfalz fanden sie eine weitere Schrotflinte.

Reichsbürger-Mutter bedroht Polizei bei Dresden

In Gummersbach fanden Ermittler tütenweise Beweismaterial, darunter auch Schrotflinten.
In Gummersbach fanden Ermittler tütenweise Beweismaterial, darunter auch Schrotflinten.  © dpa/Markus Klümper

Gefährlich wurde der Einsatz in einem Vorort von Dresden: Hier bedrohte die hochbetagte Mutter einer Reichsbürgerin die Polizei mit einem Luftgewehr, in Dresden selbst fanden die Ermittler ein japanisches Kampfschwert.

Die "Geeinten deutschen Völker und Stämme" fielen dadurch auf, alte Gemeinden wieder neu gründen zu wollen: Öffentlich geschah das in Sachsen in Dresden, Radebeul und dem Lawalder Ortsteil Kleindehsa.

Titelfoto: dpa/Markus Klümper, Screenshot/YouTube

Mehr zum Thema Razzia:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0