Razzien in Österreich: Kanzleramt und ÖVP-Zentrale im Fokus

Wien (Österreich) - Am Mittwoch wurden mehrere Häuser im Umfeld des Bundeskanzlers Sebastian Kurz (35, ÖVP) durchsucht. Auch das Kanzleramt soll betroffen gewesen sein.

Im Umfeld von Österreichs Bundeskanzler Sebastian Kurz (35, ÖVP) gab es am Mittwochmorgen mehrere Razzien.
Im Umfeld von Österreichs Bundeskanzler Sebastian Kurz (35, ÖVP) gab es am Mittwochmorgen mehrere Razzien.  © Jaroslav novák/TASR/dpa

Laut mehreren übereinstimmenden österreichischen Medienberichten sollen die Razzien in den Morgenstunden in Wien durchgeführt worden sein.

Wie die Partei von Österreichs Bundeskanzler Sebastian Kurz, die ÖVP (Österreichische Volkspartei), mittlerweile bestätigte, wurden sowohl die Parteizentrale als auch das Bundeskanzleramt in Wien durchsucht.

Nach Berichten der Kronen-Zeitung soll es auch zu Razzien bei engen Vertrauten des Bundeskanzlers gekommen sein, darunter bei seinem Pressesprecher und Medienkoordinator Gerald Fleischmann.

ÖVP spricht von "konstruierten" Vorwürfen

In einer Pressemitteilung der ÖVP heißt es am Morgen: "Nach den falschen Anschuldigungen, die schon gegen Sebastian Kurz, Josef Pröll, Gernot Blümel, Hartwig Löger und Bernhard Bonelli und andere erhoben wurden, die sich mittlerweile alle als haltlos herausgestellt haben, werden nun weitere Vorwürfe konstruiert über Vorgänge, die teilweise fünf Jahre zurückliegen."

Die Partei hatte bereits in den vergangenen Tagen öffentlich mit Razzien spekuliert. In welchem Zusammenhang die Durchsuchungen in Österreich stehen, ist bislang unklar. Die Polizei hat sich bislang noch nicht geäußert.

Das Vorgehen der Polizei kritisierte die Partei scharf: "Das passiert immer mit demselben Ziel und System: die Volkspartei und Sebastian Kurz massiv zu beschädigen."

Titelfoto: Jaroslav novák/TASR/dpa

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