Riesen-Razzia gegen Schwarzarbeit: 300 Ermittler durchsuchen Objekte in NRW und Berlin

Köln/Berlin/Duisburg – Mit einer groß angelegten Razzia sind Behörden in Nordrhein-Westfalen und Berlin gegen organisierte Schwarzarbeit in der Personaldienstleistungs- und Baubranche vorgegangen.

Mehr als 300 Einsatzkräfte haben am Mittwoch Objekte in Berlin und insgesamt 16 Städten in Nordrhein-Westfalen wegen des Verdachts der organisierten Schwarzarbeit durchsucht. (Symbolbild)
Mehr als 300 Einsatzkräfte haben am Mittwoch Objekte in Berlin und insgesamt 16 Städten in Nordrhein-Westfalen wegen des Verdachts der organisierten Schwarzarbeit durchsucht. (Symbolbild)  © Paul Zinken/dpa

Dabei wurden am Mittwoch mehr als 50 Wohnungen und Geschäftsräume in Berlin und 16 NRW-Städten durchsucht. Gegen den mutmaßlichen Hauptbeschuldigten wurde ein Haftbefehl vollstreckt.

Mehr als 300 Einsatzkräfte von Zoll, Steuerfahndung und Polizei seien beteiligt gewesen, berichtete das Hauptzollamt Duisburg am Donnerstag.

Durchsuchungen gab es in NRW unter anderem in Köln, Mönchengladbach, Wuppertal und Düren sowie in zahlreichen Ruhrgebietsstädten.

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Der Zoll sprach von einem aus mehreren Unternehmen bestehenden "Schwarzarbeits-Firmennetz". Insgesamt werde gegen 13 Menschen ermittelt.

Die Behörden werfen den Beteiligten vor, Sozialabgaben veruntreut und sie den Sozialkassen vorenthalten zu haben.

Umfangreiches Beweismittel sei sichergestellt worden, darunter Computer und Smartphones, die jetzt ausgewertet werden sollen.

Mehr als 180.000 Euro wurden gepfändet oder vorläufig gesichert.

Titelfoto: Paul Zinken/dpa

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