Mann versteckt sich vor großer Zoll-Razzia: Schwarzarbeit auf Sachsens Baustellen?

Dresden - Im Kampf gegen Schwarzarbeit hat der Zoll 18 Baustellen in Sachsen kontrolliert - und einige Verstöße festgestellt.

Ein Fahrzeug des Zolls steht vor einer Baustelle (Symbolbild).
Ein Fahrzeug des Zolls steht vor einer Baustelle (Symbolbild).  © dpa/Paul Zinken

Wie das Hauptzollamt Dresden am Montag mitteilte, wurden 63 auf den Baustellen tätige Unternehmen unter die Lupe genommen - vor allem in den Regionen Leipzig, Dresden, Oschatz und Bautzen. Rund 270 Arbeiter wurden zu ihren Beschäftigungsverhältnissen befragt.

In 13 Fällen leiteten die Zöllner ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts der Scheinselbstständigkeit ein. Bei sieben weiteren Personen bestand der Verdacht, dass sie nicht unverzüglich der Sozialversicherung gemeldet wurden. 15 Firmen müssen sich auf Nachkontrollen einstellen.

Bei den Kontrollen am vergangenen Freitag versteckte sich ein Georgier auf einer Großbaustelle auf dem Dach. Der Mann habe keinen Aufenthaltstitel besessen, hieß es. Gegen ihn wurde ein Strafverfahren eingeleitet.

Die Kontrollen in Sachsen gehörten zu einer bundesweiten Schwerpunktprüfung in der Baubranche.

Dabei geht es unter anderem um die Einhaltung sozialversicherungsrechtlicher Pflichten, den unrechtmäßigen Bezug von Sozialleistungen und die illegale Beschäftigung von Ausländern.

Titelfoto: dpa/Paul Zinken

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