Weckdienst um 6 Uhr: Großrazzia in Connewitz nach Anschlägen auf Bagger & Co.

Leipzig - In Leipzig-Connewitz hat die Polizei am gestrigen Mittwoch mal wieder "Weckdienst" gespielt. Bei einer Razzia in mehreren Häusern suchten die Fahnder nach Beweismaterial für einen Brandanschlag, den Angriff auf eine Zeitungsredaktion sowie für Strafvereitelung im Fall der in Dresden vor Gericht stehenden Linksextremistin Lina E.

Gegen 6 Uhr morgens starteten mehr als 100 Polizisten eine Razzia in Connewitz.
Gegen 6 Uhr morgens starteten mehr als 100 Polizisten eine Razzia in Connewitz.  © Jan Woitas/dpa

Kurz vor sechs Uhr morgens flogen an vier Häusern im linken Kiez die Türen auf. Mehr als 100 überwiegend vermummte Polizeibeamte bahnten sich den Weg zu Wohnungen, Kellern und Dachkammern.

"Der Einsatz dient der Erlangung von Beweismitteln, welche in mehreren Verfahren der Generalstaatsanwaltschaft Dresden und der Staatsanwaltschaft Leipzig eine Rolle spielen können", erklärte ein Sprecher des Landeskriminalamtes.

Vor Ort war zu erfahren, dass es unter anderem um einen Brandanschlag auf einen Bagger 2019 in Connewitz geht. Ferner um den Angriff von Linksextremisten auf die Leipziger Redaktion der "Bild" im Sommer 2021 sowie um mögliche Strafvereitelung bei den Ermittlungen gegen die "Hammerbande" von Lina E.

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Die von der linksextremen Szene inzwischen zur Ikone erhobene Studentin steht aktuell mit drei Gesinnungsgenossen vor dem Oberlandesgericht.

Dem Quartett wird die Mitgliedschaft in einer kriminellen Vereinigung sowie die Beteiligung an Anschlägen vorgeworfen.

Titelfoto: Jan Woitas/dpa

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