Rentnerin stirbt bei Unfall: Darum kommt die Fahrerin mit einer Geldstrafe davon

Marienberg - Das Überqueren der Straße musste eine Rentnerin (85) in Olbernhau (Erzgebirgskreis) mit ihrem Leben bezahlen.

Ines W. (32, Name geändert) musste sich am Dienstag wegen fahrlässiger Tötung vor dem Amtsgericht Marienberg verantworten.
Ines W. (32, Name geändert) musste sich am Dienstag wegen fahrlässiger Tötung vor dem Amtsgericht Marienberg verantworten.  © privat

Besonders tragisch: Beim Unfall Anfang des Jahres trafen viele unglückliche Umstände zusammen. Der Fall wurde am Dienstag vor dem Amtsgericht Marienberg verhandelt.

Auf der Anklagebank saß Todes-Fahrerin Ines W. (32, Name geändert). Während des Prozesses wurde schnell klar: Sie trifft kaum Schuld. 

Die Frau war am 21. Januar auf der Grünthaler Straße stadtauswärts unterwegs. In Höhe Lindenstraße überquerte die Seniorin mit ihrem Rollator die Straße. In diesem Moment kam es zur Kollision mit der Seat-Fahrerin.

"Die Geschädigte trägt eine erhebliche Mitschuld, weil sie nicht auf den Verkehr geachtet hat", sagt Richter Toralf Kliemt. Ein Gutachter bestätigte, dass die Angeklagte beim Unfall von der Sonne geblendet wurde und das Opfer kaum wahrnehmen konnte. 

Die erlaubten 50 km/h wurden eingehalten.

So hoch fällt die Geldstrafe für die Angeklagte aus

Ort des Unglücks: Grünthaler Straße am Abzweig Lindenstraße.
Ort des Unglücks: Grünthaler Straße am Abzweig Lindenstraße.  © Uwe Meinhold

Wegen der strafmildernden Umstände beließ es Richter Kliemt bei 90 Tagessätzen zu 40 Euro wegen fahrlässiger Tötung - macht 3600 Euro Geldstrafe. 

"Sie hat Reue gezeigt und sich bei der Tochter der Geschädigten entschuldigt." Außerdem habe Ines W. seit ihrem Führerscheinerwerb 2006 noch nie ein Verkehrsdelikt begangen.

Titelfoto: privat

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