Mann tötet seine Eltern im Schlaf: Urteil nach grausamer Tat gefallen

Rostock – Ein Mann tötet seine Eltern im Schlaf - nun wird am Dienstag (15.30 Uhr) am Landgericht Rostock das Urteil gegen den 39-jährigen Sohn erwartet. 

Der 39-jährige Angeklagte (rechts) muss sich wegen des Mordes an seinen Eltern vor Gericht verantworten.
Der 39-jährige Angeklagte (rechts) muss sich wegen des Mordes an seinen Eltern vor Gericht verantworten.  © Bernd Wüstneck/dpa-Zentralbild/dp

Er ist angeklagt, in der Nacht zum 31. Dezember 2019 seinen 62 Jahre alten Vater und seine 61 Jahre alte Mutter mit einer Vielzahl von Stichen umgebracht zu haben

Der Angeklagte lebte seit mehreren Jahren wieder bei seinen Eltern in Rostock-Dierkow. Einige Stunden nach der Tat stellte er sich der Polizei.

Als Motiv für die Tat gab er während des Prozesses jahrelange Demütigungen durch die Eltern an. 

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Die Staatsanwaltschaft und der Verteidiger beantragten in ihren Plädoyers eine lebenslange Haftstrafe wegen Mordes am Vater und wegen Totschlags der Mutter. 

Ein Rechtsanwalt des Bruders des Angeklagten forderte hingegen eine Verurteilung wegen zweifachen Mordes.

Update, 22. September, 16.30 Uhr: Urteil ist gefallen

Wegen Mordes an seinem Vater und seiner Mutter hat das Landgericht Rostock einen 39-jährigen Mann zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe verurteilt. Zudem stellte das Gericht am Dienstag die besondere Schwere der Schuld fest. 

Damit ist eine vorzeitige Haftentlassung nach 15 Jahren rechtlich zwar möglich, in der Praxis aber so gut wie ausgeschlossen. Der Rostocker hatte gestanden, seine Eltern in der Nacht vor Silvester 2019 in ihrer Wohnung, in der er mit ihnen wohnte, erstochen zu haben.

Demnach schlug er erst auf seinen 62-jährigen Vater mit einem Schlosserhammer ein und versetzte ihm dann 21 Stiche mit einem Jagdmesser. Die inzwischen aufgewachte 61-jährige Mutter tötete er danach mit 41 Stichen. 

Titelfoto: Bernd Wüstneck/dpa-Zentralbild/dp

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