Schalke-Fans prügelten Mann ins Koma: Jetzt wurden sie verurteilt

Essen – Beim Champions-League-Spiel zwischen FC Schalke 04 und Manchester City wird Anfang 2019 ein britischer Fußballfan schwer verletzt. Jetzt sind die Täter verurteilt worden.

Der FC Schalke 04 verlor im Februar 2019 gegen Manchester City. (Symbolbild)
Der FC Schalke 04 verlor im Februar 2019 gegen Manchester City. (Symbolbild)  © Tim Rehbein/dpa

Nach einem brutalen Angriff auf einen britischen Fußballfan ist ein Fan von Schalke 04 am Dienstag zu zwei Jahren Haft auf Bewährung verurteilt worden.

Der 33-jährige aus Gelsenkirchen hatte den Anhänger von Manchester City beim Champions-League-Spiel am 20. Februar 2019 mit einem gezielten Faustschlag zu Boden gebracht. Das Opfer erlitt schwerste Kopfverletzungen und lag wochenlang im Koma.

Überwachungskameras im Gelsenkirchener Stadion hatten den Angriff aufgezeichnet. Das Urteil des Essener Landgerichts lautet auf gefährliche Körperverletzung.

Verbrannte Frauenleiche unter Autobahnbrücke: Kripo wendet sich an Bevölkerung
Mord Verbrannte Frauenleiche unter Autobahnbrücke: Kripo wendet sich an Bevölkerung

Der britische Fan hatte sich gegen Ende der Partie an einem Kiosk im Rundgang des Stadions befunden. Sein Verein hatte gerade die 2:3-Führung erzielt. Der Schlag traf ihn direkt am Kinn.

Auch Vater, Sohn und Tochter des damals 32-Jährigen waren geschlagen worden.

Drei weitere Fans zu Geldstrafe und Bewährung verurteilt

Dafür sind auch drei weitere Schalke-Fans verurteilt worden. Gegen zwei von ihnen haben die Richter sechs beziehungsweise acht Monate Haft auf Bewährung verhängt. Ein vierter Angeklagter ist zu einer Geldstrafe in Höhe von 1800 Euro (90 Tagessätze) verurteilt worden. Er war der einzige, der nicht aktiv zugeschlagen hatte. In seinem Fall lautet das Urteil auf Beihilfe zur gefährlichen Körperverletzung.

Dem damals Schwerverletzten geht es nach Angaben seines Anwalts inzwischen wieder besser. Als Zeuge hatte der Manchester-City-Fan nicht ausgesagt. Er war zwar von den Richtern geladen worden, aber nicht vor Gericht erschienen.

Der Hauptangeklagte hatte im Prozess ein Geständnis abgelegt und die Zahlung von insgesamt 35.000 Euro Schmerzensgeld zugesichert. Die Urteile sind nicht rechtskräftig.

Titelfoto: Tim Rehbein/dpa

Mehr zum Thema Justiz: