Kellnerin bittet Frauen, Abstand zu halten, da drehen sie durch: "Überall floss Blut"

Baton Rouge (USA) - Eine Gruppe aus mehreren Frauen wollte im Restaurant zusammen sitzen, doch dies ist in dem Lokal wegen Corona nur eingeschränkt möglich. Eine Kellnerin litt deshalb sehr unter der aufmüpfigen Gruppe.

Nur zu sechst durfte man in dem Restaurant an Tischen sitzen. (Symbolbild)
Nur zu sechst durfte man in dem Restaurant an Tischen sitzen. (Symbolbild)  © Unsplash/Lexie Barnhorn

"Am vergangenen Sonntag traf eine große Gruppe von Frauen im 'Chili's Bar & Grill' ein und bat darum, am selben Tisch zu speisen", berichtete die Polizei von Baton Rouge in einer Mitteilung.

Eine Kellnerin im Lokal, Kelsy Wallace (17), erklärte den Damen daraufhin, dass das nicht möglich sei, weil bei Chili's maximal sechs Personen an einem Tisch Platz nehmen dürfen, damit die Abstandsregeln jederzeit gewahrt werden können.

Doch die Gäste, insgesamt 13 sollen es gewesen sein, interessierte das scheinbar nicht besonders. Sie drehten sofort durch. "Anfangs hat mich eine von ihnen nur geschubst", berichtete Wallace gegenüber dem lokalen TV-Sender WBRZ.

Und weiter: "Ich wusste nur, dass ich sie zurückschieben muss. Also habe ich reagiert. Dann kamen der Frau aber ihre Töchter zur Hilfe."

Kellnerin wurde verprügelt, weil sie Corona-Regeln einhalten wollte

Die verletzte Kelsey Wallace einige Zeit nach dem Zwischenfall.
Die verletzte Kelsey Wallace einige Zeit nach dem Zwischenfall.  © GoFundMe/Kelsy Wallace

Die beiden Kinder hatten jedoch nicht im Sinn, ihre Mutter zurückzuhalten. Sie attackierten die Kellnerin stattdessen so richtig.

"Ich bin 17 Jahre alt, zwei Frauen waren etwa 20/30 Jahre und ihre Mutter sah aus wie 40 Jahre. Alle drei gingen auf mich los und ich versuchte nur, alle von mir weg zu bekommen", sagte Kelsey Wallace zu WBRZ.

Doch es half nichts: "Eine von ihnen nahm ein 'Frisch gewischt'-Schild, das auf dem Boden stand und schlug es mir voll ins Auge", schildert die junge Kellnerin. "Überall floss Blut."

Und das war noch immer nicht alles. Eine Angreiferin riss der 17-Jährigen eine Strähne heraus. Sie hat nun eine kahle Stelle auf dem Hinterkopf. 

Dann endlich rückte die Polizei an. Doch die 13-köpfige Gruppe floh bereits in der Zwischenzeit. 

Dank Beschreibungen von Zeugen konnten die Beamten die vermeintlichen Täterinnen kurze Zeit später festnehmen.

Die verletzte Kellnerin Kelsey Wallace

Der Polizeibericht zu dem Vorfall

So geht's weiter für die Betroffenen

Die zwei älteren der drei Täterinnen.
Die zwei älteren der drei Täterinnen.  © Facebook/Baton Rouge Police Department

Kelsey Wallace wurde nach der üblen Schlägerei in ein Krankenhaus gebracht. 

Sie hat nun Angst, weiter in dem Restaurant zu arbeiten und sammelt auf GoFundMe Spenden, um eine Therapie machen zu können und in der nächsten Zeit nicht sofort wieder Arbeiten gehen zu müssen. Innerhalb der ersten drei Tage kamen über 62.000 US-Dollar (umgerechnet etwas mehr als 52.350 Euro) zusammen.

Die drei aggressiven Frauen (27, 46, 48) kamen in Untersuchungshaft - und am Freitag wieder frei. Die Ermittlungen seien jedoch noch nicht abgeschlossen, hieß es im Polizeibericht auf Facebook. Alle drei werden sich wohl wegen Körperverletzung verantworten müssen, zwei von ihnen zusätzlich wegen Störung des Hausfriedens.

Titelfoto: Unsplash/Lexie Barnhorn

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