Schlimme Folgen für die Opfer: Justizminister fordern härtere Strafen gegen "Rache-Pornos"

Düsseldorf - Junge Frauen müssen nach Auffassung der Länder-Justizminister besser vor "Rache-Pornos" ehemaliger Partner geschützt werden.

Die Veröffentlichung von "Rache-Pornos" im Internet hat für die Opfer oft weitreichende und schwerwiegende, insbesondere psychische Folgen. (Symbolfoto)
Die Veröffentlichung von "Rache-Pornos" im Internet hat für die Opfer oft weitreichende und schwerwiegende, insbesondere psychische Folgen. (Symbolfoto)  © Marcus Brandt/dpa

Bei diesem Phänomen gehe es um Fotos, die in einer Beziehung zunächst im Einvernehmen gemacht und die dann bei einem Streit ins Netz gestellt würden, sagte Hessens Justizministerin Eva Kühne-Hörmann (59, CDU) am Donnerstag nach einem Online-Treffen mit ihren Amtskollegen.

Das betreffe fast ausschließlich junge Frauen. Wenn dann solche Bilder millionenfach ins Internet gestellt würden, sei das für die betroffenen Personen von einer sehr großen Tragweite.

Die Länder-Justizminister sind der Auffassung, dass der momentane Strafrahmen (Paragraf 201a Abs. 1 Strafgesetzbuch Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren oder Geldstrafe) dem besonderen Unrechtsgehalt dieser Taten nicht ausreichend gerecht wird.

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Die Veröffentlichung im Internet sei meist unwiderruflich und sie verursache häufig bei den Opfern weitreichende und schwerwiegende, insbesondere psychische Folgen, heißt es zur Begründung in einem Beschluss der Konferenz.

Die Bundesjustizministerin wird von ihnen gebeten, Regelungen zur angemessenen strafrechtlichen Ahndung für das Verbreiten von "Rache-Pornos" sowie geeignete Ermittlungsinstrumente vorzuschlagen.

Titelfoto: Marcus Brandt/dpa

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