Schüsse auf Polizisten: Angeklagter schweigt vor Gericht zu Mordversuch-Vorwürfen

Hagen/NRW - Nach einem Schusswechsel mit mehreren Polizisten muss sich ein 37-jähriger Mann ab Mittwoch vor dem Hagener Schwurgericht verantworten.

Der Prozess gegen den mutmaßlichen Täter wird in Hagen geführt. (Archivbild).
Der Prozess gegen den mutmaßlichen Täter wird in Hagen geführt. (Archivbild).  © Alex Talash/dpa

Die Staatsanwaltschaft wirft dem Deutschen unter anderem mehrfachen versuchten Mord vor.

Der Angeklagte soll am späten Abend des 5. Mai ohne Führerschein mit einem Auto in Gevelsberg (Ennepe-Ruhr-Kreis) unterwegs gewesen sein.

Im Inneren des Fahrzeugs befanden sich laut Staatsanwaltschaft mehr als 50 Gramm Heroin und eine scharfe Schusswaffe.

Als der 37-Jährige im Rahmen einer allgemeinen Verkehrskontrolle von zwei Polizisten angehalten wurde, soll er sich zunächst kooperativ verhalten haben.

Als die Beamten dann jedoch offenbar bemerkten, dass gegen den Mann bereits ein Haftbefehl vorlag, soll er plötzlich Widerstand geleistet haben.

Laut Anklage lief der 37-Jährige zu seinem Auto, nahm die Schusswaffe und feuerte auf einen der Polizisten. Dieser wurde getroffen, jedoch wegen einer schusssicheren Weste nicht tödlich verletzt.

Flüchtender Mann schoss auf SEK-Beamten

Nachdem der Angeklagte weitere Schüsse auf den anderen Beamten abgegeben haben soll, der seinerseits auf das Fahrzeug schoss, gab der Deutsche offenbar Gas und flüchtete vom Tatort.

Laut Staatsanwaltschaft prallte er jedoch mit dem Auto gegen den Mast eines Verkehrszeichens und musste deshalb die Flucht zu Fuß fortsetzen.

Zur Festnahme kam es erst vier Stunden später, nachdem der Angeklagte auf offener Straße auf einen weiteren SEK-Beamten geschossen haben soll. Für den Prozess hat das Hagener Schwurgericht 16 Verhandlungstage bis Mitte März anberaumt.

Update, 11.53 Uhr: Angeklagter schweigt zu den Vorwürfen

Zu Prozessbeginn erklärte der Angeklagte, dass er vorerst keine Angaben zur Sache machen wolle.

Titelfoto: Alex Talash/dpa

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