Spektakuläre "Hochzeits-Blockade" auf der A3: Sieben Männer angeklagt

Düsseldorf – Die spektakuläre Blockade der A3 bei Ratingen durch eine Hochzeits-Gesellschaft im März 2019 wird ein Nachspiel vor Gericht haben.

Gut zwei Jahre nach der "Hochzeits-Blockarde" auf der A3 hat die Staatsanwaltschaft Anklage gegen sieben mutmaßlich Beteiligte erhoben. (Archivfoto)
Gut zwei Jahre nach der "Hochzeits-Blockarde" auf der A3 hat die Staatsanwaltschaft Anklage gegen sieben mutmaßlich Beteiligte erhoben. (Archivfoto)  © ---/Polizei Düsseldorf/dpa

Die Staatsanwaltschaft hat den Bräutigam und sechs weitere Männer angeklagt, wie eine Sprecherin der Deutschen Presse-Agentur sagte. Die "Mutter aller Hochzeitskorsos", wie Ermittler den Vorfall auf der A3 getauft hatten, zog etliche ähnliche Vorfälle nach sich.

Laut Staatsanwaltschaft wird den sieben Männern - 27 bis 38 Jahre alt - gemeinschaftliche Nötigung vorgeworfen. Einer der Beteiligten soll zudem gegen das Waffengesetz verstoßen haben.

Der Anklage zufolge hatte er mit einer Pistole in die Luft geschossen. Ein anderer Hochzeitsgast war ohne Führerschein unterwegs und wurde auch deshalb angeklagt.

Wie die Ermittlungen ergaben, hatten die Männer mit drei Luxusautos und einem Mittelklasse-Wagen alle Fahrbahnen sowie den Seitenstreifen blockiert. Ein fünfter Wagen wurde quer zur Fahrbahn gestellt, ein sechster drehte sich auf der Autobahn im Kreis und brannte eine runde Bremsspur ("Donut") in den Asphalt.

Alles wurde gefilmt und fotografiert - bis eine Zivilstreife nach kurzer Zeit den Spuk beendete.

Allein in Nordrhein-Westfalen zählte die Polizei seit dem Vorfall auf der A3 laut Innenministerium 573 Einsätze mit dem Anlass "Hochzeit". Durch die Corona-Pandemie ging die Zahl rapide zurück: Zwischen Dezember 2020 und Anfang gab es nur noch einen Einsatz.

Titelfoto: ---/Polizei Düsseldorf/dpa

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