Toter vor Supermarkt: Urteil gegen mutmaßlichen Messerstecher möglich

Stade - Im Prozess gegen einen des Totschlags angeklagten Mann wird am Mittwoch (ab 11.15 Uhr) am Landgericht Stade möglicherweise ein Urteil gesprochen.

Der Mann brach vor dem Rewe-Markt zusammen und starb wenig später. (Archivbild)
Der Mann brach vor dem Rewe-Markt zusammen und starb wenig später. (Archivbild)  © JOTO

Der 30-Jährige soll im November 2019 in einer Flüchtlingsunterkunft in Fredenbeck (Kreis Stade) mit einem Küchenmesser auf einen 47-Jährigen eingestochen und ihn dabei getötet haben

Nach dem Gutachten eines Sachverständigen war der Angeklagte zum Tatzeitpunkt schuldunfähig. Die Staatsanwaltschaft beantragte, ihn in eine psychiatrische Einrichtung unterzubringen, die Verteidigung plädierte auf Freispruch.

Der Prozess wurde als sogenanntes Sicherungsverfahren geführt. Dabei musste die 3. Große Strafkammer prüfen, ob von dem Mann weiterhin eine Gefahr ausgeht und daher eine Unterbringung in einem psychiatrischen Krankenhaus erforderlich ist. 

Das 47-jährige Opfer war damals mit lebensgefährlichen Verletzungen zu einem Supermarkt gelaufen und dort vor der Tür zusammengebrochen. Wenig später starb er in einer Klinik. Der Mann aus Nigeria lebte in einer Unterkunft für Asylbewerber. 

Dort kam es nach ersten Erkenntnissen zu dem Streit mit dem mutmaßlichen Täter, einem aus dem Sudan stammenden Mann.

Titelfoto: JOTO

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