Teenager (†19) kollabiert in Gewahrsamszelle: Polizei wehrt sich gegen Vorwürfe

Oldenburg – Nach dem Tod eines festgenommenen 19-Jährigen hat es in den sozialen Medien Beleidigungen und Vorwürfe gegen die Polizei gegeben.

Der 19-Jährige kollabierte kurz nach seiner Festnahme in einer Gewahrsamszelle der Polizei. (Symbolbild)
Der 19-Jährige kollabierte kurz nach seiner Festnahme in einer Gewahrsamszelle der Polizei. (Symbolbild)  © Marius Becker/dpa

So kursiere eine Fotomontage, in der die Polizei mit der Schutzstaffel (SS) der Nationalsozialisten verglichen werde, teilte die Polizei Oldenburg am Dienstag mit.

"Ferner wird in mehreren Kommentaren die Unterstellung geäußert, dass es im Gewahrsamsbereich der Polizei Delmenhorst regelmäßig zu Gewaltanwendungen von Polizistinnen und Polizisten gegen dort festgenommene Personen kommt."

Der Präsident der Polizeidirektion Oldenburg, Johann Kühme, sagte, er habe tiefstes Mitgefühl mit den Angehörigen und Freunden des Verstorbenen. "Dieser tragische Unglücksfall darf jedoch nicht dazu benutzt werden, völlig unberechtigt Hass und Hetze gegen die Polizei zu verbreiten."

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Der 19-Jährige war am Freitagabend im Delmenhorster Wollepark nach einer Kontrolle wegen möglichen Drogenkonsums festgenommen worden.

Der Polizei zufolge soll der 19-Jährige einen Polizisten mit der Faust geschlagen, dieser soll dann Pfefferspray eingesetzt haben. Von Rettungskräften behandelt zu werden, lehnte der Mann nach Polizeiangaben ab.

Todesursache noch unklar

Auf der Wache informierten die Beamten einen Arzt, der eine Blutprobe entnehmen sollte und brachten den Mann für die Wartezeit in eine Zelle. Dort brach der Mann zusammen und wurde in ein Krankenhaus gebracht, wo er starb.

Nach dem vorläufigen Ergebnis der rechtsmedizinischen Untersuchung starb der Mann nicht durch Gewalteinwirkung von außen. Die genaue Todesursache ist bislang unklar. Die Polizei Oldenburg-Stadt/Ammerland ermittelt.

Titelfoto: Marius Becker/dpa

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