SEK-Beamten erschossen: Lange Haftstrafe für "Polizistenhasser"

Essen/Gelsenkirchen – Nach einem tödlichen Schuss auf einen SEK-Polizisten (28) ist ein Drogendealer (29) aus Gelsenkirchen am Dienstag wegen Mordes zu lebenslanger Haft verurteilt worden.

Am Essener Landgericht wurde am Dienstag ein Angeklagter (29) wegen Mordes an einem SEK-Beamten zu lebenslanger Haft verurteilt.
Am Essener Landgericht wurde am Dienstag ein Angeklagter (29) wegen Mordes an einem SEK-Beamten zu lebenslanger Haft verurteilt.  © Roland Weihrauch/dpa

Der Angeklagte hatte am 29. April 2020 geschossen, als Beamte seine Wohnung stürmten. Ein Schuss hatte einen 28-jährigen Polizisten getroffen und tödlich verletzt - trotz kugelsicherer Weste.

Der 29-jährige Angeklagte hatte im Prozess am Essener Landgericht über seinen Verteidiger erklärt, dass er mit dem Überfall von einer Rockergruppe gerechnet habe, von der er vorher bedroht worden sei.

Das wurde dem Deutschen jedoch nicht geglaubt. "Sie sind ein Polizistenhasser und wollten einen Polizisten töten", so Richter Jörg Schmitt. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Die Polizei hatte im Rahmen einer Drogenermittlung einen Durchsuchungsbeschluss für die Wohnung des Angeklagten vollstrecken wollen.


Weil es Hinweise auf eine Bewaffnung des 29-Jährigen gegeben haben soll, war ein Spezialeinsatzkommando hinzugezogen worden.

Titelfoto: Roland Weihrauch/dpa

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