Tod in der Ostsee vorgetäuscht: Urteil gegen Betrüger-Ehepaar gefallen

Kiel – Im Prozess um einen vorgetäuschten Tod auf der Ostsee will das Kieler Landgericht am Mittwoch das Urteil gegen ein Ehepaar aus Kiel (Schleswig-Holstein) verkünden.

Rund sieben Monate nach seinem vermeintlichen Ertrinken in der Ostsee haben Ermittler den Kieler in Niedersachsen ausfindig gemacht.
Rund sieben Monate nach seinem vermeintlichen Ertrinken in der Ostsee haben Ermittler den Kieler in Niedersachsen ausfindig gemacht.  © M. Schäfer/HannoverReporter.de/dpa

Das Paar muss sich wegen gemeinschaftlich begangenen versuchten Versicherungsbetrugs verantworten.

Die Anklage wirft dem 53-jährigen Mann und dessen gleichaltriger Ehefrau vor, 14 Risiko-Lebens- und Unfallversicherungen abgeschlossen zu haben, um im Todesfall 4,1 Millionen Euro zu kassieren.

Die Staatsanwältin beantragte für den 53-Jährigen vier Jahre Haft und für seine Frau zwei Jahre und zehn Monate.

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Das Verfahren gegen die mit angeklagte 87-jährige Mutter wurde abgetrennt. Die Verteidiger plädierten in allen Fällen auf Freispruch. Demnach blieb das Paar bei der Umsetzung des Tatplans in straflosen Vorbereitungshandlungen stecken.

Das Gericht ließ bereits in einem rechtlichen Hinweis erkennen, dass es in nur einem Fall zu einer Verurteilung und in 13 Fällen zu Freisprüchen kommen könnte.

Update, 11.04 Uhr: Bewährungsstrafe und Freisprüche

Im Prozess um einen vorgetäuschten Tod auf der Ostsee hat das Kieler Landgericht am Mittwoch das Ehepaar aus Kiel wegen des versuchten Versicherungsbetrugs in einem Fall für schuldig gesprochen und Bewährungsstrafen verhängt.

In den übrigen 13 Fällen wurden die Angeklagten freigesprochen. Den 53-jährigen Angeklagten verurteilte die Kammer zu einem Jahr und neun Monaten, seine Frau zu einem Jahr.

Titelfoto: M. Schäfer/HannoverReporter.de/dpa

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