Tödliche Messerattacke: 46 Mal auf Mitbewohner eingestochen

Rostock - Wegen Totschlags muss sich von Donnerstag an ein 42-jähriger Mann vor dem Landgericht Rostock verantworten.

Vor dem Landgericht in Rostock beginnt am Donnerstag der Prozess wegen Totschlags. 
Vor dem Landgericht in Rostock beginnt am Donnerstag der Prozess wegen Totschlags.   © Bernd Wüstneck/ZB/dpa

Nach Angaben des Gerichts soll er Anfang September vergangenen Jahres stark betrunken in einem Rostocker Obdachlosenheim 46 Mal auf einen Mitbewohner eingestochen haben. Der Mann verblutete. 

Dann habe der Angeklagte an einem Geldautomaten mit der EC-Karte des Opfers 400 Euro abgehoben. Bei weiteren Versuchen, Geld abzuheben, sei die Karte eingezogen worden.

Der 42-Jährige wurde wenige Tage nach der Tat in der Wohnung seiner Tante festgenommen. 

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Nach Angaben des Gerichts räumte er ihr gegenüber die Tötung des Mitbewohners ein. Er sei von den Geräuschen des Mitbewohners derart genervt gewesen, dass er zugestochen habe.

Der Prozessauftakt finde trotz der Corona-Pandemie öffentlich statt, teilte eine Sprecherin des Landgerichts Rostock am Mittwoch mit. 

Es sei aber angeordnet worden, Mindestabstände von zwei Metern einzuhalten. Die Sitzordnung im Saal werde dazu angepasst.

Update, 12.05 Uhr

Der Prozess gegen einen 42-jährigen Mann vor dem Landgericht Rostock wegen Totschlags in einem Rostocker Obdachlosenheim hat am Donnerstag mit der Verlesung der Anklage begonnen. Die Staatsanwaltschaft warf dem Mann vor, er habe Anfang September vergangenen Jahres nach einem Streit 46 Mal auf einen Mitbewohner eingestochen. 

Der Mann verblutete. Dann habe der Angeklagte an einem Geldautomaten mit der EC-Karte des Opfers 400 Euro abgehoben.

Der 42-Jährige wurde wenige Tage nach der Tat in der Wohnung seiner Tante festgenommen. Nach Angaben des Landgerichts räumte er ihr gegenüber die Tötung des Mitbewohners ein. 

Zum Prozessbeginn am Donnerstag stellte der Angeklagte in Aussicht, dass er sich im Laufe des Prozesses grundsätzlich äußern werde.

Titelfoto: Bernd Wüstneck/ZB/dpa

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