Tödlicher Messerangriff: 30-Jähriger muss in Psychiatrie-Klinik

Stade - Das Stader Landgericht hat nach einem tödlichen Messerangriff auf einen 47-Jährigen die Unterbringung des Täters in ein psychiatrisches Krankenhaus angeordnet.

Der Mann brach vor dem Rewe-Markt zusammen und starb wenig später. (Archivbild)
Der Mann brach vor dem Rewe-Markt zusammen und starb wenig später. (Archivbild)  © JOTO

Die Strafkammer sah es beim Urteilsspruch am Mittwoch als bewiesen an, dass der 30-Jährige aus dem Sudan stammende Mann im November 2019 einen Totschlag beging, wie das Gericht mitteilte. 

Zum Zeitpunkt der Tat sei er aber schuldunfähig gewesen. (Az.: 113 Js 17876 20)

Da von dem Mann die Gefahr ausgehe, dass er "weitere erhebliche, rechtswidrige Taten" begehe, sei die Unterbringung angeordnet worden. 

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Die Kammer folgte damit dem Antrag der Staatsanwaltschaft. Die Verteidigung hatte auf Freispruch plädiert. 

Der Mann hatte in einer Flüchtlingsunterkunft in Fredenbeck (Kreis Stade) mit einem Küchenmesser auf den 47-Jährigen eingestochen und ihn dabei getötet. Das Opfer war damals mit lebensgefährlichen Verletzungen zu einem Supermarkt gelaufen und dort vor der Tür zusammengebrochen. Wenig später starb er in einer Klinik. 

Der Mann aus Nigeria lebte in einer Unterkunft für Asylbewerber. Dort kam es zu dem Streit mit dem Täter.

Titelfoto: JOTO

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