Tödlicher Schuss auf SEK-Beamten: Angeklagter spricht von Verwechslung

Gelsenkirchen/Essen – Mit einem Geständnis hat am Freitag in Essen der Prozess um einen tödlichen Schuss auf einen SEK-Polizisten begonnen.

Der Angeklagte (r.) geht an einem Justizbeamten vorbei zur Anklagebank.
Der Angeklagte (r.) geht an einem Justizbeamten vorbei zur Anklagebank.  © Roland Weihrauch/dpa

Mit einem Geständnis hat am Freitag in Essen der Prozess um einen tödlichen Schuss auf einen SEK-Polizisten begonnen. 

Der Angeklagte hat zugegeben, am 29. April 2020 geschossen zu haben, als Beamte seine Gelsenkirchener Wohnung stürmten. Dabei war ein 28-jähriger Polizist tödlich getroffen worden - trotz kugelsicherer Weste. 

In einer Erklärung, die von Verteidiger Siegmund Benecken verlesen wurde, hieß es, dass der 30-jährige Deutsche mit einem Überfall einer Rockergruppe gerechnet habe, von der er bedroht worden sei. 

"Ich würde nie auf die Idee kommen, auf einen Polizisten zu schießen", so seine Aussage. Die Anklage lautet auf Mord.

Die Polizei hatte im Rahmen einer Drogenermittlung einen Durchsuchungsbeschluss für die Wohnung des Angeklagten vollstrecken wollen. 

Weil es Hinweise darauf gegeben haben soll, dass der heute 30-Jährige eine Pistole und eine Handgranate besitze, war ein Spezialeinsatzkommando hinzugezogen worden. Die insgesamt zwei Schüsse fielen unmittelbar nachdem die Beaten die Wohnungstür des Angeklagten aufgerammt hatten.

Titelfoto: Roland Weihrauch/dpa

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