Zwei Banküberfälle am Vormittag in Berlin: Polizei sucht diesen Mann!

Berlin - Zwei Banken sind kurz hintereinander am Dienstagvormittag in Berlin überfallen worden. In beiden Fällen handelte es sich nach Angaben der Polizei um jeweils einen Täter, der anschließend unerkannt flüchtete. 

Am Dienstagvormittag wurden in Berlin gleich zwei Banken überfallen.
Am Dienstagvormittag wurden in Berlin gleich zwei Banken überfallen.  © Morris Pudwell

Die Polizei geht derzeit davon aus, dass es sich um ein und denselben Täter handelt, welcher nun mithilfe der Öffentlichkeit ausfindig gemacht werden soll. Die Polizei fahndet mit Bildern einer Überwachungskamera nach dem Mann.

Er wird wie folgt beschrieben:

  • männlich, circa 25-30 Jahre alt
  • etwa 180-185cm groß, normale bis athletische Statur
  • volle, etwas längere schwarze Haare
  • bekleidet mit einem schwarzen T-Shirt, schwarzer Jogginghose der Firma NewBalance und schwarzen Flip-Flops
  • führte einen Rucksack der Firma Deuter, Farbe midnight-navy, und ein Messer (evtl. Cuttermesser) mit sich
  • sprach gebrochen deutsch

Die Kriminalpolizei fragt: Wer kennt den abgebildeten Mann und kann Hinweise zu seiner Identität und/oder seinem Aufenthaltsort machen? Hinweise nimmt die Kriminalpolizei der Direktion 4 in der Eiswaldtstraße 18 in 12249 Berlin-Lankwitz unter der Telefonnummer (030) 4664-473133 oder jede andere Polizeidienststelle entgegen.

Banküberfälle in Berlin: Was war geschehen?

Die Polizei fahndet mit Fotos nach dem mutmaßlichen Täter.
Die Polizei fahndet mit Fotos nach dem mutmaßlichen Täter.  © Polizei Berlin

Der erste Alarm ging bei den Beamten gegen 9.25 Uhr aus Schöneberg ein. Bei der Tat erbeutete der Räuber Geld - wie hoch die Summe war, sagte die Polizei nicht. 

Um 10 Uhr folgte der Alarm vom Ku'damm. In beiden Fällen traf es Filialen der Commerzbank. Sie liegen etwa drei Kilometer voneinander entfernt. Ein Bankangestellter stand anschließend unter Schock. Die Polizei sperrte die Bereiche um die Banken ab. Die Spurensicherung der Kriminalpolizei war im Einsatz, Zeugen wurden befragt.

Menschen wurden bei den Überfällen in der Hauptstraße in Schöneberg und am Kurfürstendamm in Charlottenburg nicht verletzt.

Banküberfälle in Berlin häufen sich

Anfang August gab es einen Überfall auf eine Bank am Berliner Bundesplatz.
Anfang August gab es einen Überfall auf eine Bank am Berliner Bundesplatz.  © dpa/zb/Paul Zinken

Banküberfälle sind inzwischen selten, weil Banken keine großen Bargeld-Summen mehr offen aufbewahren, sondern das Geld über die Automaten auszahlen. 

Zudem gibt es meist Tresore mit Zeitschlössern, die sich nicht sofort öffnen lassen. Die Profis unter den Kriminellen haben es eher auf Schließfächer in den Banken abgesehen, wo Gold oder Bargeld lagert. Oder sie überfallen Geldtransporter und Juweliere.

Allerdings gab es zuletzt Anfang August einen Überfall auf eine Bank am Berliner Bundesplatz. Die maskierten Täter rammten mit einem Transporter ein Fenstergitter der Bank in einem Hof und stiegen in die Filiale ein. Sie wurden von einem Wachmann überrascht, auf den sie mehrfach schossen und ihn verletzten. Danach zündeten die Räuber den Transporter an und flüchteten zu Fuß und ohne Beute zur nahen Stadtautobahn, wo sie einen wartenden Fluchtwagen bestiegen. Die Polizei suchte am folgenden Tag aufwendig die Autobahn nach Spuren ab.

Einige Tage zuvor hatten Räuber versucht, einen Geldboten in einer Bankfiliale am Hermannplatz in Berlin-Neukölln zu überfallen. Die Polizei prüfte, ob es einen Zusammenhang gab und ob Spuren oder Hinweise zu kriminellen Mitgliedern arabischstämmiger Clans führen, die in den vergangenen Jahren mehrfach Überfälle auf Geldtransporte und Kaufhäuser und Einbrüche in Banken verübten.

Titelfoto: Polizei Berlin

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