Übler Scherz? Amok-Drohung auf Instagram löst SEK-Einsatz an Schule aus

Wels (Österreich) - Am heutigen Donnerstag erstellte sich ein Instagram-Nutzer ein neues Profil und lud dort allerhand Screenshots einer Amok-Simulation hoch.

Eine Sondereinheit der Polizei rückte am Morgen an. (Symbolbild)
Eine Sondereinheit der Polizei rückte am Morgen an. (Symbolbild)  © dpa/Ronald Zak/AP

Am frühen Donnerstagmorgen gegen 5 Uhr wurde vom Account "brg_wels_game" ein Video hochgeladen, auf dem skizzenhaft der Eingangsbereich des Welser Bundesrealgymnasiums zu erkennen war.

Wenige Momente später kommt ein Maschinengewehr von rechts ins Bild. Mit der linken Hand lädt jemand die Waffe.

Anschließend wurden weitere Screenshots auf die Fotoplattform geladen. In einem wird erläutert, dass es eine Belohnung gäbe, wenn man fünf Lehrer töte, ohne selbst verletzt zu werden.

Die Schüler sollten sich weiterhin darauf vorbereiten, am 4. Juni am "Live-Event" teilzunehmen - "in real life", hieß es in einem weiteren Foto.

Wie die österreichische Tageszeitung "Heute" berichtet, fiel Eltern eines Schülers das gewaltverherrlichende Video auf. Diese alarmierten deshalb sofort die Polizei.

Drohungen sollen nur Satire sein

Postings wie diese sorgten am heutigen Donnerstag für Aufruhr an einem Welser Gymnasium.
Postings wie diese sorgten am heutigen Donnerstag für Aufruhr an einem Welser Gymnasium.  © Screenshot/Instagram/brg_wels_game

Mit der Sondereinheit "Cobra" (ähnlich dem deutschen Sondereinsatzkommando SEK) rückten die Beamten an das Gymnasium im Zentrum der Stadt Wels aus.

Sie durchsuchten das Gebäude gründlich und kontrollierten die Schüler, die zwischenzeitlich evakuiert wurden. "Es wurde allerdings noch nichts gefunden", teilte Polizei-Sprecher David Furtner der Zeitung am Mittag mit.

Im Hintergrund beginne derweil bereits die Suche nach dem Verantwortlichen der Postings. Die erste Spur führte dabei zu einem jungen Mann, der insgesamt drei Instagram-Kanäle betreut. 

Neben dem Amok-Account gibt es einen privaten und ein Instagram-Profil, auf dem nur Fotos seiner Katze gezeigt werden.

Ob der Jugendliche am heutigen Donnerstag war, ist unklar. Am Mittag postete er jedoch eine schwarze Grafik, bei der erläuterte, es sei alles nur Satire.

"Dieser Account ist ein Satire Account. Und nein am 4.6 wird nichts passieren", schrieb der Unbekannte auf Instagram.

Die Droh-Postings

Polizei patrouilliert nun regelmäßig an Schule

"Dieser Moment wenn die Cobra bei deiner "Satire" nicht lacht, sondern dir stattdessen beide Beine bricht", kommentierte der Schüler auf Instagram. Den lokalen Medien zufolge gab es keinen solchen Zwischenfall.

Polizei-Sprecher Furtner teilte mit, dass Beamte fortan die Schule ganz besonders im Blick haben und regelmäßig an der Bildungseinrichtung kontrollieren.

Titelfoto: Screenshot/Instagram/brg_wels_game, dpa/Ronald Zak/AP

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