Geknebeltes Opfer bekam zu wenig Luft: Einbrecher zu langer Haftstrafe verurteilt

Ulm - Im Prozess um den Tod eines 59-jährigen Mannes nach einem Wohnungseinbruch in Ulm ist der Angeklagte zu einer Haftstrafe von 14 Jahren und drei Monaten verurteilt worden.

Ulm, Ende August: Der Angeklagte versteckt sein Gesicht im Gerichtssaal.
Ulm, Ende August: Der Angeklagte versteckt sein Gesicht im Gerichtssaal.  © Stefan Puchner/dpa

Das Gericht sprach den nach eigenen Angaben israelischen Staatsbürger am Dienstag des Raubes mit Todesfolge sowie der gefährlichen Körperverletzung und des Wohnungseinbruchs schuldig (Az.: 3 Ks 21 Js 2592/19). 

Die Staatsanwaltschaft hatte für eine Haftstrafe von 15 Jahren plädiert, der Verteidiger des Mannes hatte eine Strafe von fünf Jahren gefordert. Diese sollte mit der Auslieferungshaft des Mannes in Israel abgegolten sein. Beim nun verhängten Strafmaß wurde diese angerechnet.

Der Mann war nach Angaben der Staatsanwaltschaft zusammen mit zwei Komplizen in die Wohnung des Opfers und seiner Mutter eingebrochen. 

Der 59-Jährige sei mit einem Eisenstab niedergeschlagen worden, dann sei ihm der Mund vollständig zugeklebt worden.

Der 59-Jährige habe so stark aus der Nase geblutet, dass er zu wenig Luft bekam und wenig später an den Folgen des Sauerstoffmangels starb.

Titelfoto: Stefan Puchner/dpa

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