Urteil: Tantra-Masseure sind Prostituierte!

Düsseldorf - Tantra-Massagen sind sexuelle Dienstleistungen und Tantra-Masseure und Tantra-Masseurinnen damit Prostituierte, die sich entsprechend bei den Behörden anmelden müssen.

Tantra-Massagen sind sexuelle Dienstleistungen, entschied das Verwaltungsgericht Düsseldorf. (Symbolbild)
Tantra-Massagen sind sexuelle Dienstleistungen, entschied das Verwaltungsgericht Düsseldorf. (Symbolbild)  © BDS/123RF

Das hat das Verwaltungsgericht Düsseldorf am Mittwoch entschieden (29 K 8461/18).

Ein Kläger hatte sich vor Gericht gegen diese Einstufung durch den Kreis Mettmann gewehrt - ohne Erfolg.

Der Zweck des Gesetzes, die Gesundheit der Beteiligten zu schützen, treffe auch auf den Kläger zu, da auch bei Tantra-Massagen ein erhöhtes Risiko bestehe, sich mit Geschlechtskrankheiten zu infizieren, begründete das Gericht seine Entscheidung.

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Das Verwaltungsgericht Düsseldorf teilte in einer Mitteilung über die Einstufung von Tantra-Massagen als sexuelle Dienstleistung mit:

"Da der Frage, was unter einer 'sexuellen Handlung' zu verstehen ist, wegen der vielschichtigen Fallgestaltungen eine über den konkreten Einzelfall hinausgehende Bedeutung zukomme, hat das Gericht die Berufung beim Oberverwaltungsgericht für das Land Nordrhein-Westfalen in Münster zugelassen."

Ob der Kläger in Berufung geht, blieb zunächst offen.

Titelfoto: BDS/123RF

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