Er ist "wohl nicht mehr am Leben": Wurde wohlhabender Geschäftsmann ermordet?

Hammersbach/Maintal/Frankfurt am Main - Nach dem Verschwinden eines 79-jährigen Alojzij Z. aus Frankfurt am Main geht die Staatsanwaltschaft von einem Gewaltverbrechen aus.

Alojzij Z. (79) wird seit dem 21. Januar vermisst.
Alojzij Z. (79) wird seit dem 21. Januar vermisst.  © Montage: Jens Wolf/zb/dpa, Polizei Südosthessen

Die Polizei habe am Mittwoch einen 57 Jahre alten Verdächtigen aus Büdingen (Wetteraukreis) vorläufig festgenommen, sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft Hanau, Oberstaatsanwalt Dominik Mies, am Donnerstag. Der Gesuchte sei "vermutlich nicht mehr am Leben".

Der Festgenommene stehe unter dringendem Verdacht, für den Tod des als vermögend geltenden Alojzij Z. verantwortlich zu sein. Den Ermittlern zufolge gibt es bislang keine Hinweise auf den Verbleib des Geschäftsmannes. Laut Staatsanwaltschaft hatte der Mann sich am 21. Januar von seiner Frau verabschiedet, um in seine Werkstatt nach Hammersbach im hessischen Main-Kinzig-Kreis zu fahren.

Nach bisherigen Ermittlungen kam der Mann an seinem Ziel an. Das Auto des Mannes war einen Tag später in einem Industriegebiet in der Nähe des Bahnhofes von Maintal-Bischofsheim gefunden worden. Wenige Hundert Meter weiter wurde zudem sein Handy entdeckt. Die darauf entdeckten Blutspuren gehören neuen Erkenntnissen zufolge zum Vermissten.

Die Staatsanwaltschaft geht von einem Streit zwischen dem Verdächtigen und dem Vermissten aus. Demzufolge soll es bereits in der Vergangenheit zu Unstimmigkeiten wegen offener Geldforderungen gekommen sein.

Zeugen im Fall des noch immer vermissten Frankfurter Geschäftsmannes gesucht

Die Polizei habe auf einem Gelände des Vermissten in Hammersbach mehrere Gebäude durchsucht. Der 57-Jährige habe Teile des Areals gemietet. Um die Hintergründe des Geschehens aufzuklären, hat die Kriminalpolizei Hanau eine Arbeitsgruppe mit der Bezeichnung "Cayenne" gebildet.

Zeugen, die am Donnerstag, den 21. Januar oder in der Zeit danach ein tarnfarbenes Militärfahrzeug im Raum Hammersbach, Ronneburg oder Büdingen gesehen haben, werden gebeten, sich bei der Polizei unter der Rufnummer 06181/100123 zu melden.

Titelfoto: Montage: Jens Wolf/zb/dpa, Polizei Südosthessen

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