Traurige Gewissheit nach fast drei Jahren: Sterbliche Überreste von jungen Mann entdeckt

Oberammergau - Nach fast drei Jahren kann eine Familie aus Bayern endlich zur Ruhe kommen.

Ein Polizeibergführer bei der Bergung der sterblichen Überreste des jungen Mannes.
Ein Polizeibergführer bei der Bergung der sterblichen Überreste des jungen Mannes.  © Polizei

Im Jahr 2018 beschäftigte die Polizei ein vermisster 32-jähriger Mann aus dem Landkreis Altötting. Er hatte am 30. April seine Wohnung verlassen und war seither spurlos verschwunden.

Trotz groß angelegten Suchaktionen mit Beteiligung von Polizei, Bergwacht, Feuerwehr, Rettungshundestaffeln und weiteren Helfern verlief die Suche nach der vermissten Person zunächst ergebnislos.

Anfang Mai 2018 wurde sein Auto auf einem Wanderparkplatz im Graswangtal in den Ammergauer Alpen in Oberbayern entdeckt. Eine dreitägige Suche mit weit mehr als 100 Einsatzkräften begann.

Leider blieben die Bemühungen vorerst erfolglos.

Im November 2020 schlug dann "Kommissar Zufall" zu, wie die Beamten am Donnerstag mitteilten. Wanderer hatten in einem Bachbett einen menschlichen Knochen entdeckt und die Polizei informiert.

Eine Untersuchung am Institut für Rechtsmedizin in München ergab: Der Fund stimmt mit der DNS des vermissten 32-Jährigen überein. Bei der anschließenden Suche in der näheren Umgebung fand man jedoch keine weiteren sterblichen Überreste.

Sterbliche Überreste können nach fast drei Jahren Familie übergeben werden

Ein Polizeihubschrauber unterstützte die Helfer bei der Bergung.
Ein Polizeihubschrauber unterstützte die Helfer bei der Bergung.  © Polizei

Im Januar dieses Jahres ging ein junger Polizist dann an der Notkarspitze Eisklettern. Etwas abseits der Kletterroute fiel dem Beamten eingefrorene Kleidung auf. Als er die Stelle näher untersuchte, fand er Knochenteile - er informierte die zuständige Polizeibehörde.

Eine rechtsmedizinische Untersuchung erbrachte Gewissheit: die sterblichen Überreste des vermissten jungen Mannes waren endlich gefunden.

Anfang Februar nutzten die Rettungskräfte das Tauwetter, um die sterblichen Überreste zu bergen. Sie waren den Angaben zufolge mittlerweile mit zwei Metern Lawinenschnee bedeckt und musste zunächst händisch freigeschaufelt werden.

Letztlich konnten die sterblichen Überreste mit der Hilfe eines Polizeibergführers und eines Retters der Bergwacht geborgen und anschließend mit einem Polizeihubschrauber ausgeflogen werden.

"Wenige Tage später konnten die sterblichen Überreste an die Familie übergeben und somit eine Lücke geschlossen werden", hieß es vonseiten der Polizei.

Ermittler: 32-Jähriger stürzte an Notkarspitze ab

Die Ermittler gehen davon aus, dass der 32-Jährige sich beim Abstieg von der Notkarspitze verlief, im Einzugsgebiet des Großkargrabens abstürzte und dort ums Leben kam.

"Der temporär stark wasserführende Graben transportierte ihn dann letztendlich an die Stelle, an der er gefunden wurde", so die Beamten.

Titelfoto: Polizei

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