Vermisster Joe (8) ist wieder da! Tagelange Suche hat ein Ende

Update, 25. Juni, 8.33 Uhr: Joe ist wieder da

Wie die Polizei mitteilte, ist der Achtjährige am Samstagmorgen lebend in einem Gully gefunden worden. Er wurde anschließend ins Krankenhaus gebracht.

Erstmeldung vom 23. Juni

Oldenburg - Bei ihrer tagelangen Suche nach einem vermissten achtjährigen Jungen in Oldenburg hat die Polizei zusätzlich eine Mordkommission eingesetzt.

Der tagelang vermisste Joe (8) aus Oldenburg ist am Samstagmorgen gefunden worden.
Der tagelang vermisste Joe (8) aus Oldenburg ist am Samstagmorgen gefunden worden.  © Polizeiinspektion Oldenburg-Stadt / Ammerland

Aus Hinweisen eines Zeugen ergebe sich der Verdacht, dass der Junge namens Joe Opfer einer Straftat geworden sein könnte, teilte die Polizei am Donnerstag mit. Ermittelt werde gegen unbekannt.

Das Verfahren im Auftrag der Staatsanwaltschaft Oldenburg eröffne den Behörden neue Möglichkeiten. Zum Beispiel könnten Daten gesichert werden, die sonst verloren gingen.

Parallel werde weiterhin intensiv nach dem Jungen gesucht, der seit dem vergangenen Freitag vermisst wird. Die dafür eingerichtete Sonderorganisation bleibe zunächst bestehen. Die Polizei arbeite also zweigleisig, hieß es.

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Der geistig behinderte Junge war zuletzt an einem früheren Kasernengelände gesehen worden. In den Tagen seitdem durchsuchten Polizeikräfte, aber auch freiwillige Helfer mehrere Stadtteile von Oldenburg, Orte im angrenzenden Kreis Ammerland, einen Badesee und Wälder.

Auch Fährtenhunde und Drohnen wurden eingesetzt. Feuerwehren, und Rettungskräfte beteiligten sich.

Die Polizei sucht mit vereinten Kräften nach dem vermissten Kind.
Die Polizei sucht mit vereinten Kräften nach dem vermissten Kind.  © Nonstopnews

Polizei durchsucht Altkleidercontainer und abgestellte Autos

Gefunden wurde der Junge nicht. "Deshalb wurde die ursprüngliche Annahme, das Kind könnte sich bewusst versteckt halten, in den vergangenen Tagen damit zunehmend unwahrscheinlich", teilte die Polizei mit.

Die Bevölkerung der niedersächsischen Universitätsstadt nimmt Anteil am Schicksal des vermissten Kindes. Firmen und Vereine teilten die Suchmeldung. "Ich hoffe, dass der Kleine unversehrt gefunden wird!", schrieb eine Frau auf Twitter. "Grad nochmal rausgegangen, erneut den Schuppen kontrolliert, beim Haus der ausgezogenen Nachbarn alles abgegangen", schilderte eine andere Frau.

Polizeistreifen hatten auch Altkleidercontainer und abgestellte Autos abgesucht - für den Fall, dass Joe dort feststeckt. Es sei von Anfang an in alle denkbaren Richtungen ermittelt worden, teilte die Polizei mit. "Neben dem Vermisstenfall wurde auch ein Unglücksfall oder ein Gewaltverbrechen zu keinem Zeitpunkt ausgeschlossen."

Titelfoto: Polizeiinspektion Oldenburg-Stadt / Ammerland

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