Bei Ausgang geflohener Häftling am Hauptbahnhof festgenommen

Werl (NRW) - Die Polizei suchte am Montag nach einem Strafgefangenen, der nach einem Ausgang nicht in die Sicherungsverwahrung der JVA Werl zurückgekehrt ist.

Aus der JVA Werl war ein 68-Jähriger beim Ausgang verschwunden.
Aus der JVA Werl war ein 68-Jähriger beim Ausgang verschwunden.  © Guido Kirchner/dpa

Zwar bestand die Möglichkeit eines medizinischen Notfalls, da Manfred R. (68) "gesundheitlich angeschlagen" sei. Trotzdem warnten die Beamten davor, den Mann anzusprechen.

Wie aus einer Mitteilung des Justizministeriums an die Vollzugskommission des Landtags hervorging, war der 68-Jährige 1979 an zwei Tötungsdelikten beteiligt und zuletzt wegen schweren Raubs und Freiheitsberaubung verurteilt worden.

Seit 2016 war er in der Sicherungsverwahrung in Werl. Laut dem Direktor der JVA hatte der Mann 47 Mal begleiteten Ausgang.

Wer hat etwas gesehen? Maskierter Mann überfällt Tankstelle und verschwindet
Zeugenaufruf Wer hat etwas gesehen? Maskierter Mann überfällt Tankstelle und verschwindet

Am 30. Juli durfte er erstmals allein raus und kam zurück. Am Morgen des 3. Septembers habe er das Gefängnis wieder allein verlassen und sei seitdem verschwunden.

Mit einem Foto fahndete die Polizei Soest mit nach dem Mann.

Update, 7. September, 10.50 Uhr: Entflohener Häftling in Düsseldorf gefasst

Der geflohene Gefangene der Justizvollzugsanstalt Werl ist am Dienstag in Düsseldorf gefasst worden.

Das bestätigte ein Sprecher der zuständigen Polizei Soest. Der 68-Jährige war am vergangenen Freitag von einem Ausgang nicht zum vorgeschriebenen Zeitpunkt zurückgekehrt und gesucht worden. Der drogenabhängige Mann saß laut Polizei wegen schweren Raubes in Sicherungsverwahrung.

Nach dpa-Informationen wurde der entwichene Häftling am Dienstag gegen 9.15 Uhr in der Nähe des Düsseldorfer Hauptbahnhofs festgenommen.

Er war auf seinem zweiten unbegleiteten Ausgang als er floh. Zuvor durfte er bereits zahlreiche Male die JVA mit Begleitung verlassen.

Titelfoto: Guido Kirchner/dpa

Mehr zum Thema Zeugenaufruf: