1. FC Köln erkämpft ersten Punkt, Frankfurt bleibt oben dran

Köln – Kein Sieger in Köln: Dank einer Leistungssteigerung in der zweiten Halbzeit hat der 1. FC Köln am Sonntagnachmittag im Heimspiel gegen Eintracht Frankfurt ein 1:1 erreicht. Die Führung durch einen Foulelfmeter von André Silva (45./+2) glich Ondrej Duda (52.) nach der Pause aus. Beim Spiel waren 300 Zuschauer im Stadion.

Die Frankfurter Spieler freuen sich nach dem Treffer von Silva zum 0:1 (45./+2).
Die Frankfurter Spieler freuen sich nach dem Treffer von Silva zum 0:1 (45./+2).  © Marcel Kusch/dpa

Köln setzte gegen Frankfurt auf eine neue Flügelzange aus Marius Wolf und Ismail Jakobs und kehrte defensiv zurück zur Viererkette.

Die noch unbesiegten Hessen gingen mit unveränderter Startelf, also weiterhin ohne Filip Kostic ins Spiel.

Köln konzentrierte sich auf die Abwehr und überließ der SGE den Ballbesitz. Bis auf einen Abschluss von Andre Silva (6.) blieben die Gäste aber in der ersten Hälfte zunächst ungefährlich.

Frankfurt attackierte den Gegner recht früh und bereitete dem FC damit sichtbare Probleme im Spielaufbau. Mehr als eine  Halbchance durch Andersson (20.) sprang daher nicht heraus.

Beide Teams zeigten sich gut vorbereitet auf den Offensivplan des Gegners. Das Spiel plätscherte weitgehend im Mittelfeld vor sich hin, lange Bälle wurden auf beiden Seiten gut verteidigt.

Frankfurt bekam nur selten die Chance auf das favorisierte Umschaltspiel. Die Geißböcke wiederum zeigten ihr Flügelspiel in der ersten Hälfte nur in Ansätzen. 

Es wäre mit einem 0:0 in die Pause gegangen, aber eine Szene gab es aus Kölner Sicht leider noch. Nach einem Foul von Bornauw an Kamada gab es nach Videobeweis Foulelfmeter für Frankfurt. Silva versenkte den Ball zum 0:1 (45./+2).

Die Aufstellung des 1. FC Köln gegen Eintracht Frankfurt

So startete die SGE in Köln

Ondrej Duda gelingt der Ausgleich für den 1. FC Köln

Kölns Torschütze Ondrej Duda (vorne) und Kölns Kingsley Ehizibue (2.v.r) jubeln nach dem 1:1.
Kölns Torschütze Ondrej Duda (vorne) und Kölns Kingsley Ehizibue (2.v.r) jubeln nach dem 1:1.  © Marcel Kusch/dpa

Die zweite Hälfte startete rasant. Statt einer Reaktion der Kölner hatte Frankfurt durch Kamada die Riesenchance auf das 0:2. Der Japaner vergab jedoch nach einer Flanke von rechts (49.).

Nur drei Minuten später erspielten sich dann die Hausherren ihre erste richtige Möglichkeit. Rechtsverteidiger Ehizibue fand in der Mitte Ondrej Duda, der den Ball zum Ausgleich ins Tor ballerte (52.).

Das Spiel war nun deutlich unterhaltsamer, weil Köln auch offensiv endlich in die Spur fand. Nach einer weiteren Kombination über die rechte Seite forderten die Gastgeber nach einem Foul von Hinteregger an Ehizibue ihrerseits einen Foulelfmeter. 

Das Foul wurde vom Schiedsrichter nicht geahndet und war wohl eher außerhalb des Strafraums.

Weiter ging es dann mit der nächsten Chance der Kölner. Duda verpasste bei einem wuchtigen Kopfball seinen Doppelpack, weil Frankfurts Torwart Kevin Trapp ausgezeichnet reagierte (63.).

Offener Schlagabtausch: Beide Teams drängen auf den Sieg

Kölns Marius Wolf (r) und Frankfurts Martin Hinteregger im Zweikampf.
Kölns Marius Wolf (r) und Frankfurts Martin Hinteregger im Zweikampf.  © Marcel Kusch/dpa

Der offensivere Ansatz bot aber auch den Hessen mehr Räume. Das Spiel war nun offen.

Frankfurt brachte Neuzugang Amin Younes und kam zu zwei guten Gelegenheiten durch Bas Dost (70.) und Almany Touré (71.).

Beide Teams spielten auf Sieg und kamen weiterhin gefährlich vor das gegnerische Tor. Kölns Jakobs kam eher zufällig zum Abschluss (78.), auf der anderen Seite vergab Younes aussichtsreich (79.).

Mit der Hoffnung auf den Lucky Punch kam dann noch Anthony Modeste zu seinem Bundesliga-Comeback (88.). Der Franzose hatte dann auch noch eine gute Chance aus der Distanz, zielte aber nicht gut genug.

Nach der dreiminütigen Nachspielzeit war das Spiel dann beendet. Nach einer langweiligen ersten Hälfte kamen die Zuschauer im zweiten Abschnitt voll auf ihre Kosten. 

Köln gelingt nach drei Niederlagen zumindest der erste Saisonpunkt, Frankfurt bleibt mit acht Punkten nach vier Spielen in der Spitzengruppe der Bundesliga. Unter dem Strich geht das Ergebnis in Ordnung, wobei die Gäste dem Sieg etwas näher waren.

Titelfoto: Marcel Kusch/dpa

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