1000 Impf-Dosen extra für Kölns Corona-Veedel

Köln - Die Stadt Köln bekommt für die geplanten Impfungen in sozialen Brennpunkten 1000 zusätzliche Impfdosen vom Land zur Verfügung gestellt.

Mitarbeiter des Ordnungsamtes auf den Straßen von Köln.
Mitarbeiter des Ordnungsamtes auf den Straßen von Köln.  © Henning Kaiser/dpa

Das geht aus einem Erlass des NRW-Gesundheitsministeriums hervor, welcher der Deutschen Presse-Agentur vorliegt.

Darüber hinaus dürften für das Pilotprojekt nur Impfstoffdosen verwendet werden, die bei den derzeit laufenden regulären Impfungen "keine Verwendung mehr finden können", heißt es in dem Erlass vom Samstag.

Kölns Oberbürgermeisterin Henriette Reker (64, parteilos) hatte am Freitag angekündigt, dass mobile Teams möglichst von diesem Montag an unter anderem in den Hochhaussiedlungen von Chorweiler und dem Kölnberg Impfungen anbieten.

Als Ziel nannte Reker 700 Impfungen pro Tag.

Voraussetzung für den Start des Projekts sei allerdings, dass die Stadt ausreichend Impfstoff bekomme, hatte sie betont.

Armin Laschet Kölner Projekt

NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (60, CDU) unterstützt die in Köln geplanten bevorzugten Corona-Impfungen von Menschen in sozialen Brennpunkten.

"Inzidenzzahlen sind höher, wo Menschen eng beieinander wohnen", sagte Laschet am Samstag in Düsseldorf.

Update, 19 Uhr: Impfstoffmenge begrenzt

NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) lobte das Projekt, trat aber auch ein wenig auf die Bremse. "Zum einen ist der Impfstoff begrenzt und viele besonders vulnerable Bevölkerungsgruppen warten noch auf ihre Impfung", sagte Laumann am Samstag.

"Zum anderen haben wir noch keine Erfahrungen mit dieser Art der aufsuchenden Impfungen sammeln können."

Die 1000 zusätzlichen Impfdosen, die das Land der Domstadt für das Projekt zur Verfügung stellt, kommen vom Hersteller Johnson & Johnson.

Dieser Impfstoff muss nur ein einziges Mal gespritzt werden und soll deshalb unter anderem für Wohnungslose genutzt werden, die nur schwer für eine zweite Impfung zu erreichen seien.

Titelfoto: Henning Kaiser/dpa

Mehr zum Thema Köln:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0