10.000 Feiernde in Köln: CSD-Parade trotz Regen voller Erfolg

Köln – Bis zu 10.000 Menschen werden an diesem Sonntag (12 Uhr) auf der Christopher-Street-Day-Parade in Köln erwartet.

Menschen versammeln sich am Kölner Dom für die CSD-Parade.
Menschen versammeln sich am Kölner Dom für die CSD-Parade.  © Horst Konopke

Etwa 100 Gruppen seien zu der Demonstration für die Rechte unter anderem von Schwulen, Lesben, Bisexuellen und Transgender angemeldet, teilte Hugo Winkels, Sprecher von Cologne Pride mit.

Bereits am Freitag waren bei der Eröffnung des "CSD-Veedels" demnach mehrere Tausend Menschen zusammengekommen.

Um die erforderlichen Abstände einzuhalten, sei die Strecke der Parade geändert worden - sie verläuft dieses Jahr nicht durch die engen Innenstadtstraßen, sondern linksrheinisch über die breite Rheinuferstraße zum Heumarkt und dann über die Deutzer Brücke zum Deutzer Bahnhof.

Die Wegstrecke endet in der Nähe der Lanxess-Arena, vor der das "CSD-Veedel" aufgebaut ist. Die Polizei Köln rechnet mit erheblichen Verkehrsbeeinträchtigungen.

Trotz der 10.000 erwarteten Menschen sei die Parade wegen Corona dieses Jahr deutlich kleiner als üblich. Die Kölner CSD-Parade 2019 hatte nach Veranstalter-Angaben 1,2 Millionen Leute angezogen. Im vergangenen Jahr war der CSD auf Anfang Oktober verschoben worden und hatte dann nur in stark verkleinerter Form stattgefunden - statt der Parade gab es eine Fahrraddemo.

Mit dem Christopher Street Day (CSD) - international oft "Pride" (engl. für Stolz) genannt - wird vielerorts an Ereignisse im Jahr 1969 in New York erinnert: Polizisten stürmten damals die Bar "Stonewall Inn" in der Christopher Street und lösten einen mehrtägigen Aufstand von Schwulen, Lesben und Transsexuellen aus. Die Kölner CSD-Parade gilt als die größte Pride-Parade in Deutschland.

Update, 14.35 Uhr: Trotz Regen 10.000 Menschen bei CSD-Parade

Auch in diesem Jahr ging es bei der CSD-Parade in Köln wieder bunt zur Sache. (Archivfoto)
Auch in diesem Jahr ging es bei der CSD-Parade in Köln wieder bunt zur Sache. (Archivfoto)  © Roberto Pfeil/dpa

Trotz anhaltendem Regen und Corona-Pandemie sind am Sonntag nach Angaben des Veranstalters 10.000 Menschen bei der Christopher-Street-Day-Parade durch Köln gezogen.

"Der Regen kann machen was er will, aber er kriegt die Sonne in unseren Herzen nicht weg", sagte die Vizepräsidentin des Bundestages, Claudia Roth (66, Grüne), bei der Eröffnung der Demonstration. "Wenn es auch nicht so sonnig ist, aber ihr habt wenigstens alle strahlende Augen", sagte Jens Pielhau vom Vorstand des Kölner Lesben- und Schwulentages.

Mit Fahnen und Masken in Regenbogenfarben liefen die Menschen durch Köln, hielten Schilder hoch, tanzten und sangen. "Dieses Symbol ist unserer Community sehr wichtig", sagte Pielhau zur Regenbohnenfahne. "Sie zeigt, dass wir bei allen Unterschieden eine einigende Stärke haben."

Die Teilnehmer und Teilnehmerinnen ließen sich vom Regenwetter und den Corona-Auflagen nicht abschrecken. "Ich liebe Köln, es ist super", sagte eine junge Frau. "Ich mag das Wetter nicht, aber ich mag die Parade. Jeder ist einfach so, wie er will", sagte ein anderer Teilnehmer.

Titelfoto: Horst Konopke

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