Am Aachener Weiher: Rettungskräfte behindert und Polizisten massiv mit Flaschen beworfen

Köln - In der Nacht auf Sonntag sind Polizisten am Aachener Weiher in Köln angegriffen worden. Die Beamten mussten Verstärkung anfordern.

Der Aachener Weiher ist in Köln ein beliebter Treffpunkt - sowohl tagsübe, als auch nachts.
Der Aachener Weiher ist in Köln ein beliebter Treffpunkt - sowohl tagsübe, als auch nachts.  © Marius Becker/dpa

Ein Polizeisprecher erklärte, dass ein Zeuge (24) die Beamten gegen 1.40 Uhr in der Nacht zum Aachener Weiher alarmiert hatte.

Der 24-Jährige berichtete von einer Frau, die im dortigen Hiroshima-Nagasaki-Park hilflos am Boden gelegen hatte. Als er versucht habe, die Frau in die stabile Seitenlage zu bringen, sei er allerdings von einem jungen Mann (20) an seinem Vorhaben gehindert worden.

Als dann eine Polizeistreife am Ort des Geschehens eintraf, wurde das Polizeiauto plötzlich massiv von einer Gruppe "aus der Dunkelheit heraus" mit Flaschen beworfen. Die Polizisten hätten nicht einmal mehr aussteigen können, um der hilflos im Park liegenden Frau zu helfen, wie es hieß.

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Erst, als die Beamten rund 80 Kräfte zur Verstärkung angefordert hatten, gelang es den zuvor bereits von dem Zeugen alarmierten Rettungskräften, zu der Frau vorzudringen.

Gegen 2.30 Uhr erkannten Polizisten dann einen jungen Mann wieder, der zuvor eine Flasche mit voller Wucht gegen den Streifenwagen geschleudert hatte. Die Ordnungshüter nahmen den Unruhestifter spanischer Herkunft, der in Mettmann gemeldet war, in Gewahrsam.

Es stellte sich anschließend heraus, dass es sich bei dem Spanier um denselben Mann handelte, der zuvor den 24-jährigen Ersthelfer behindert hatte.

Der 20-Jährige war kein unbeschriebenes Blatt: "Er ist bereits vielfach mit Bedrohungs-, Körperverletzungs-, Drogen- und Raubdelikten in Erscheinung getreten", erklärte der Sprecher abschließend.

Titelfoto: Marius Becker/dpa

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