Andere Strategie für Köln? Stadt will in Vierteln mit hoher Inzidenz bevorzugt impfen

Köln - Die Infektionszahlen in der Millionenstadt sind hoch. So hoch, dass der Krisenstab sich diese Woche mit einer besonderen Impfstrategie befassen will.

In Köln warten Menschen vor einem Impfzentrum. (Symbolfoto)
In Köln warten Menschen vor einem Impfzentrum. (Symbolfoto)  © Marius Becker/dpa

Die Stadt Köln will in Stadtteilen mit hoher Inzidenz bevorzugt impfen. Dazu bedürfe es allerdings einer besonderen Genehmigung der Landesregierung, sagte eine Sprecherin der Stadt am Mittwoch.

Denn zurzeit gebe die Impfreihenfolge ein solches Vorgehen noch nicht her. Außerdem müsse ausreichend Impfstoff zur Verfügung stehen. In Köln gibt es - wie in anderen Großstädten auch - massive Unterschiede bei den Coronazahlen je nach Stadtteil.

In Vierteln mit ärmerer Bevölkerung infizieren sich viel mehr Menschen als in Vierteln mit reichen Einwohnern.

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Der Krisenstab der Stadt Köln will sich am Freitag mit dem Thema befassen. Falls der Plan umgesetzt werden darf, muss noch geklärt werden, ob die Impfungen durch mobile Teams oder in Arztpraxen erfolgen.

Nach Darstellung von Sozialarbeitern ist vor allem auch eine verstärkte Aufklärung wichtig.

Viele Bewohner seien, teils aufgrund mangelnder Sprachkenntnisse, unzureichend über die Notwendigkeit des Impfens und über die zur Verfügung stehenden Angebote informiert.

Titelfoto: Marius Becker/dpa

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