Ankunftszentrum: Stadt Köln empfängt ukrainische Geflüchtete am Breslauer Platz

Köln – Die Stadt Köln hat am gestrigen Sonntag eine Anlaufstelle für Geflüchtete aus der Ukraine errichtet. Oberbürgermeisterin Henriette Reker (65) eröffnete das Zentrum am Breslauer Platz.

Christian Miller (46, v.l.n.r.), OB Henriette Reker (65) und Harald Rau eröffneten am Sonntag das Ankunftszentrum.
Christian Miller (46, v.l.n.r.), OB Henriette Reker (65) und Harald Rau eröffneten am Sonntag das Ankunftszentrum.  © Stadt Köln

Neben Reker stellten auch Harald Rau, Beigeordneter für Soziales, Gesundheit und Wohnen und Christian Miller, Leiter der Berufsfeuerwehr, das neue Zentrum vor.

Die Anlaufstelle der Stadt am Breslauer Platz ist nicht die erste Einrichtung. Bereits seit vergangenem Sonntag (6. März) gab es eine provisorische Zeltstadt, die von der Feuerwehr der Stadt Köln errichtet wurde.

Viele freiwillige Helferinnen und Helfer standen in den vergangenen Tagen rund um die Uhr zur Verfügung und organisierten auf eigene Faust Dolmetscherinnen und Dolmetscher sowie Helferinnen und Helfer, die die Ankunft für die Flüchtenden erleichtern sollte. Hinter der Organisation stand unter anderem der Verein "Blau-Gelbes Kreuz" aus Köln.

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Nun sind die Zelte einige Meter weiter auf den Busbahnhof gewandert, wurden durch Container ergänzt und die Stadt Köln steht mit professioneller Hilfe bereit.

Bei der Ankunft werden nach TAG24-Informationen unter anderem auch SIM-Karten oder Powerbanks ausgeteilt, sodass Geflüchtete Kontakt mit der Heimat aufnehmen können. Weiterhin nehmen Mitarbeitende die Kontaktdaten der Geflüchteten auf und es wird ein Corona-Test durchgeführt.

Im Ankunftszentrum werden Geflüchtete mit dem Nötigsten versorgt

OB Reker bedankt sich bei Ehrenamtlichen

Die Geflüchteten werden in der Anlaufstelle mit dem Wichtigsten versorgt.
Die Geflüchteten werden in der Anlaufstelle mit dem Wichtigsten versorgt.  © Stadt Köln

"Ist der negativ, wird der/die Geflüchtete in einen Aufenthaltsbereich geleitet, wo es etwas zu essen und zu trinken gibt. Positiv getestete Geflüchtete werden in einen separaten Bereich geleitet (sie werden dann isoliert in einer Unterkunft untergebracht). Es gibt jeweils einen Bereich für stillende Mütter und eine Spielecke für Kinder", beschreibt die Stadt den Aufenthaltsort.

Jeden Tag, sowohl nachts, am frühen Morgen und tagsüber, kommen am Hauptbahnhof mehrere Hundert ukrainische Geflüchtete an. Bislang wurden 1700 Personen in städtischen Unterkünften untergebracht. In der Kölner Messe stehen ab Beginn dieser Woche weitere 1500 Plätze bereit.

Nächster Schritt werde die Anmietung von Hotelzimmern sein, da die "Notreserven" seit Ende vergangener Woche ausgeschöpft seien, so die Stadt.

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"Ich bin froh, dass wir innerhalb kürzester Zeit hier am Hauptbahnhof eine erste Anlaufstelle einrichten und diese nun in ein Ankunftszentrum überführen konnten", so Reker am Sonntag.

Ihr Dank gelte den Ehrenamtlichen und den verschiedenen Vereinen und Organisationen, "ohne deren Engagement diese Aufgabe nicht zu bewältigen wäre".

Titelfoto: Stadt Köln

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