Aschermittwoch: Traurigste Karnevalssaison seit Langem geht zu Ende

Köln - Am Aschermittwoch ist in Köln alles vorbei - diesmal hat allerdings gar nicht erst viel stattgefunden. Jetzt hoffen die Karnevalisten auf die nächste Saison.

Eine Frau mit Coronaschutzmaske und Verkleidung im Karneval in Köln.
Eine Frau mit Coronaschutzmaske und Verkleidung im Karneval in Köln.  © Marius Becker/dpa

Der Aschermittwoch beendet traditionell den Straßenkarneval - doch sind die tollen Tage ihrem Ruf diesmal nicht gerecht geworden.

Wegen Corona waren Karnevalszüge, Sitzungen und ausgelassenes Treiben auf den Straßen nicht möglich.

Auch die traditionelle Verbrennung der Kölner Karnevalsfigur Nubbel, die stellvertretend für die begangenen Sünden büßt, fand diesmal am Dienstagabend nur virtuell statt.

Viele Vereine hätten in den vergangenen Monaten aber dennoch versucht, ihre Mitglieder zu erreichen, und das sei unter den gegebenen Umständen auch vortrefflich geglückt, sagte der Kölner Karnevalspräsident Christoph Kuckelkorn der Deutschen Presse-Agentur.

"Ich war überrascht, dass sich sogar sehr kleine und konservative Vereine digital neu aufgestellt haben. Es gibt ganz viele Formate, die sich jetzt neu etabliert haben."

Kölner Karnevalsprinz bleibt erstmals zwei Jahre im Amt

Sven I., der als erster Prinz in der 200-jährigen Geschichte des Kölner Verbandskarnevals zwei Jahre im Amt bleiben wird, sagte auf die Frage, ob die nächste Saison wohl wieder normal laufen werde.

"Das kann ich gar nicht einschätzen. Da möchte ich mir aber auch gar keine Gedanken drum machen. Der Kölner an sich hat ja in seinem Denken und in seinem Handeln eine gewisse Leichtigkeit."

Auch der Rosenmontagszug in Köln war ausgefallen. Dies war zuletzt 1991 aufgrund des Golfkriegs der Fall.

Titelfoto: Marius Becker/dpa

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