Ausgangsbeschränkungen jetzt in ganz NRW, Köln bleibt noch strenger

Köln - Seit Mitternacht gelten auch in Nordrhein-Westfalen die bundesweiten Ausgangsbeschränkungen in Regionen mit hohen Corona-Neuinfektionszahlen - in Köln bleiben die Regeln noch strenger, gilt die Ausgangssperre ab 21 Uhr.

Fast menschenleer ist die Kölner Fußgängerzone nach 21 Uhr.
Fast menschenleer ist die Kölner Fußgängerzone nach 21 Uhr.  © Federico Gambarini/dpa

Die Ausgangssperren gelten seit Samstag automatisch in allen Städten und Kreisen, die drei Tage lang eine Neuinfektionsrate von mindestens 100 gerechnet auf 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen aufweist.

Zwischen 22.00 und 5.00 Uhr darf man die eigene Wohnung oder das eigene Grundstück in den betroffenen Regionen grundsätzlich nicht mehr verlassen. In Köln bleibt man sogar bei 21 Uhr.

Ausnahmen gibt es etwa aus zwingenden medizinischen oder beruflichen Gründen sowie zur Betreuung von Kindern oder Hilfsbedürftigen sowie zur Versorgung von Tieren.

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Bewegung an frischer Luft bleibt bis Mitternacht erlaubt, allerdings nur alleine und nicht in Sportanlagen.

Für die meisten Kitas in NRW zeichnet sich bereits in der kommenden Woche ein eingeschränktes Angebot ab. Die sogenannte Bundes-Notbremse verlangt den Übergang in die Notbetreuung ab einer Wocheninzidenz von 165.

Am Freitag hatten schon 28 der 53 Kommunen in NRW - und damit mehr als die Hälfte - über dieser Marke gelegen. Eltern, die die Betreuung ihrer Kinder nicht anders sicherstellen können und die Notbetreuung deshalb in Anspruch nehmen wollen, müssen zuvor eine schriftliche Erklärung abgeben.

Notbremse auch in Schulen

In Köln bleibt die Ausgangssperre zwischen 21 Uhr und 5 Uhr bestehen.
In Köln bleibt die Ausgangssperre zwischen 21 Uhr und 5 Uhr bestehen.  © Federico Gambarini/dpa

Auch im Schulbetrieb greift das neue Infektionsschutzgesetz ab Montag. Ab einer Wocheninzidenz von 165 ist Unterricht im Klassenzimmer untersagt.

Und zwar dann, wenn dieser Wert an drei aufeinanderfolgenden Tagen vom Robert Koch-Institut gemeldet wurde.

Die Notbremse tritt dann am übernächsten Tag in Kraft. Die 165 bezieht sich auf einen gesamten Kreis oder eine kreisfreie Stadt.

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Eine Ausnahme gilt für Abschlussklassen und Förderschulen. Zudem werden pädagogische Notbetreuungen eingerichtet.

Darüber hinaus gelten ab jetzt schärfere Kontaktbeschränkungen: Grundsätzlich darf sich höchstens noch ein Haushalt mit einer weiteren Person treffen.

Kinder bis 14 Jahre zählen nicht mit. Dies ist in NRW eine Verschlechterung. Bislang durfte sich hier ein Haushalt mit bis zu fünf weiteren Personen treffen. Die verschärften Kontaktbeschränkungen gelten auch in den eigenen vier Wänden.

In Kommunen, in denen die Bundes-Notbremse greift, dürfen Geschäfte nur noch Kunden empfangen, wenn diese einen negativen Corona-Test vorlegen und einen Termin gebucht haben. Ab einer Inzidenz von 150 soll nur noch das Abholen bestellter Waren möglich sein, diese Begrenzung gab es bislang in NRW nicht.

Von den Beschränkungen ausgenommen bleiben weiterhin einige Versorgungsbereiche des täglichen Bedarfs wie etwa der Lebensmittelhandel, Blumenläden, Gartenmärkte und der Großhandel. Diese dürfen aber nur das übliche Sortiment verkaufen und die zulässige Kundenanzahl ist an die Verkaufsfläche gebunden.

Titelfoto: Federico Gambarini/dpa

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